SSV „Spatzen“ mit Routine ein weiterer Schritt zum Klassenerhalt

Antonio Pangallo (rechts) trumpfte  in Kaiserslautern (links Sebastian Jacob) groß auf. 
Antonio Pangallo (rechts) trumpfte in Kaiserslautern (links Sebastian Jacob) groß auf.  © Foto: Eibner
Gerold Knehr 20.03.2017

Nicht schlecht verlief der aktuelle Regionalliga-Spieltag für den SSV Ulm 1846 Fußball – auch wenn die Spatzen am Freitagabend beim 1. FC Kaiserslautern II (0:0) nicht voll gepunktet haben. Doch von den 13 Teams, die hinter dem Tabellen-Sechsten platziert sind, holten nur die Stuttgarter Kickers (3:1 gegen den VfB II) und dem FC Homburg, Ulms nächstem Gegner am Samstag im Donaustadion) die volle Punktzahl. Der Vorsprung der Spatzen auf Rang 14, dem möglicherweise ersten Abstiegsplatz, hat sich auf zwölf Zähler vergrößert. „Von daher können wir gut mit dem 0:0 in Kaiserslautern leben“, sagte Stephan Baierl am Sonntag.

Ein klein wenig allerdings trauerte der Ulmer Trainer zwei möglichen weiteren Zählern hinterher. „Mit ein bisschen mehr Überzeugung, Wille und Ruhe hätten wir das Spiel am Ende sogar für uns entscheiden können“, sagte er mit Blick auf eine Szene in der 85. Minute, als der Lauterer Marius Grösch mit verletztem Knöchel auf dem Platz lag und die Ulmer zunächst weiterspielen. Der eingewechselte „Ritchie“  Halili ließ sich in aussichtsreicher Postion von den Lauterer Protesten verunsichern, die mögliche Chance war dahin. „Mit einem Tick mehr Cleverness wäre ein schmutziger Sieg drin gewesen“, sagte Baierl. Allerdings wusste er auch, dass die Lauterer die größte Chance des Spiels hatten. Doch Volkan Celiktas klärte mit letztem Einsatz einen Torschuss von Leon Bell Bell, indem er den Ball, der auf dem Weg ins Tor war, an die Latte lenkte.

Mit einem Durchschnittsalter von 28,3 Jahren stellte  der SSV Ulm 1846 Fußball übrigens an diesem Wochenende das älteste aller 18 spielenden Regionalliga-Teams, während die Lauterer als jüngste Mannschaft einen Altersschnitt von nur 21,6 Jahren aufwiesen. Mit Thomas Rathgeber (31), Alper Bagceci, Tim Göhlert (je 32) sowie Torhüter Holger Betz (38) gehörten gleich vier Ulmer Spieler der Ü-30-Fraktion an. „Die Mannschaft ist noch nicht so gefestigt. Wir brauchen die Routine dieser Spieler“, sagt Baierl. Zum Beleg führte er das 0:5 zum Jahresauftakt in Trier an, wo der Schnitt bei 26,5 Jahren lag und wo Bagceci und Göhlert nicht dabei waren.

Mit 27 Jahren im „besten Fußball-Alter“ ist Antonio Pangallo. Der war in Trier nach langer Verletzungspause (Bandscheibenvorfall) in den letzten neun Minuten ins Team zurückgekehrt. Seither steigerten sich seine Einsatzzeiten kontinuierlich. In Kaiserslautern hielt der Mittelfeldmann nicht nur die kompletten 90 Minuten durch, sondern war mit seinem kämpferischen und läuferischen Einsatz beste Ulmer. „Ich hätte nie gedacht, dass es bei ihm so schnell gehen würde“, staunte Baierl.

Braig und Graciotti: Halb so schlimm

Entwarnung bei David Braig. Nach einem Tritt auf den großen Zeh musste der Torjäger des SSV Ulm 1846 Fußball in Kaiserslautern in der 76. Minute ausgewechselt werden. „Es ist nichts Schlimmes, David kann am Wochenende wieder spielen“, sagte Trainer Stephan Baierl gestern. Auch mit Mittelfeldmann Luca Graciotti (Waden- und Oberschenkelprobleme) rechnet der Coach für das nächste Heimspiel am Samstag gegen Homburg wieder.

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