Fussball Mission Landesliga bleibt am Leben

Ruppige Gangart: Neu-Ulms Tupella Ilir (rotes Trikot) wird von drei Gegenspielern in die Zange genommen.
Ruppige Gangart: Neu-Ulms Tupella Ilir (rotes Trikot) wird von drei Gegenspielern in die Zange genommen. © Foto: Matthias Kessler
NACH DEM SPIEL NACHSCHAUEN / Alexander Finck 14.06.2018

Mehr Dramatik und Spannung hätten sich die 830 Zuschauer auf dem Sportgelände des VfL Ulm in Böfingen nicht ausmalen können. Nach 120 Spielminuten stand es zwischen dem Türkspor Neu-Ulm und dem SV Waldhausen in der ersten Relegationspartie um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga unentschieden. Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Dort behielt das Team aus Neu-Ulm die Nerven und sicherte sich den 6:5-Erfolg.

Von Beginn an war das Spiel der beiden Mannschaften hart umkämpft und von unzähligen Fouls und Zweikämpfen geprägt. Schiedsrichter Christoph Zürn ließ zur Aufregung der beiden Bezirksligisten viele Situationen laufen. „Das hat uns heute viele Körner und angeschlagene Spieler gekostet. Das ging an die Substanz“, sagte Türkspor-Trainer Markus Deibler nach der Partie.

Die erste Halbzeit blieb torlos, obwohl Neu-Ulm, wie auch Kocher-Rems-Vertreter Waldhausen, etliche Chancen hatte. Erst in der 54. Minute gelang dem SV durch einen Kopfball von Kevin Mayer der Treffer zum 1:0. Türkspor war anschließend unter Zugzwang und machte Druck, mit Erfolg. Kapitän Kevin Ruiz (67.) erzielte den 1:1-Ausgleich. Trotz vieler Möglichkeiten fielen keine weiteren Tore, auch nicht in der folgenden Verlängerung.

Im Elfmeterschießen zielten alle Schützen sicher, bis auf Waldhausens Timo Kamm. Sein Schuss wurde durch Türkspors Keeper Ediz Özer pariert. Ruiz beendete, mittels eines Lupfers über den gegnerischen Torhüter unter die Latte, die Partie – 6:5.

„Wir brauchen zu viel Chancen für ein Tor. Das war heute auch so. Deswegen mussten wir Überstunden machen“, sagte Coach Deibler: „Über das Spiel hatten wir aber mehr Vorteile und Ballbesitz. Daher sind wir verdient weitergekommen“.

Türkspor Neu-Ulm trifft am Samstag (15.30 Uhr) in Eislingen im zweiten Relegationsspiel auf den TSV Oberensingen. Der Neckar-Fils-Vertreter schlug den Türkspor Stuttgart mit 3:1. Deibler ließ diese Partie gleich von zwei Personen anschauen, um für das kommende Duell  perfekt vorbereitet zu sein.

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