Macchia: „Nächste Saison direkt aufsteigen“

Für Filippo Moscatello (rechts) und den FV Senden lief es bis zum Relegationsspiel gut – dann kam das bittere Aus
Für Filippo Moscatello (rechts) und den FV Senden lief es bis zum Relegationsspiel gut – dann kam das bittere Aus © Foto: Lars Schwerdtfeger
DETLEF GRONINGER 20.06.2016
Der FV Senden spielt weiter in der Fußball-Bezirksliga. Im Relegations-Finale um den Landesliga-Aufstieg gab es eine 1:2-Niederlage gegen den TSV Köngen.

 Aller guten Relegationsdinge waren für den Fußball-Bezirksligisten FV Senden dann leider doch nicht drei. Nach den Erfolgen in den beiden vorherigen Etappen gegen die anderen Bezirksliga-Zweiten  1.FC Frickenhausen (6:2, Bezirk Neckar-Fils) und NAFI Stuttgart (4:2, Stuttgart) war dann die dritte und letzte Hürde auf dem Weg in die Landesliga nicht mehr zu meistern.

Beim 1:2 (1:0) vor 1000 Zuschauern  in Nellingen (Ostfildern) gegen den Landesliga-Zwölften TSV Köngen ging der Mannschaft von Co-Trainer Markus Schenk im 40. (!) Pflichtspiel in dieser Saison die Luft aus. „Es waren manche Spieler zum Schluss platt“, gestand Schenk, der für den beruflich verhinderten Trainer Michael Ott die Kommandos gegeben hatte, nach der ersten FVS-Niederlage unter seiner Regie. „Wir hatten im April und Mai sieben englische Wochen und konnten dienstags und freitags eigentlich nur noch Regenerations-Trainingseinheiten abhalten.“

 Dabei hatte zunächst eigentlich alles in die Karten der Sendener gespielt. Köngen, dessen scheidender Trainer Ralf Rueff (Sabbatjahr) im Urlaub war und von seinem Assistenten Tobias Lamberti vertreten wurde, brachte außer wenig gefährlichen Distanzschüssen nicht viel zustande. Senden ging durch einen sehenswerten Spielzug über Filippo Moscatello, Mauro Macchia und Vollstrecker Florian Steck (24.) in Führung. In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel hätte der FVS seine Schäfchen ins Trockene bringen können, doch Macchia (56., 65.) verfehlte einmal knapp das Ziel und scheiterte noch am TSV-Torwart Felix Lache. „Da hätten wir den Sack zumachen können“, betonte Schenk.

 Danach war es vorbei mit der Sendener Herrlichkeit. Im Mittelfeld klaffte ein riesiges Loch. Köngen sorgte ungehindert über die schnellen Außen für heillose Verwirrung im Strafraum von Torwart Benjamin Maier.  Der künftige Schlussmann des Sendener Ligakontrahenten TSV Buch verhinderte mit Glanztaten gegen Rafael Horeth (67.), Pascal Herrmann (71.) und Patrick Warth (90.+1) jeweils in Eins-gegen-Eins-Situationen noch einen größeren Flurschaden. Bei den letztlich entscheidenden Gegentoren durch den überragenden Migel Horeth (66.) und Herrmann (86.) war Maier aber machtlos. Der an diesem Tag herausragende FVS-Akteur hatte sich sein Abschiedsspiel sicher anders vorgestellt. Der 26-Jährige lag nach dem Abpfiff weinend auf dem Rasen. Trost spendete ihm Angreifer Macchia, der der Bezirksliga-Konkurrenz aber droht: „Ich bin mächtig stolz auf das, was die Jungs erreicht haben. Wir greifen aber in der neuen Runde wieder an. Ich bin mir sicher, dass wir dann direkt aufsteigen.“

 Auch Sendens Ex-Trainer Dragan Trkulja, der den Klub 2005 zum Landesligaaufstieg geführt hatte, war vom Resultat wenig begeistert. Somit ist der ehemalige Spatzen-Profi mit seinem jetzigen Verein Türkgücü Ulm, bei dem er auch in der kommenden Kreisliga A/Donau-Saison sportlicher Kommandogeber ist, aus der Bezirksliga abgestiegen. Trkulja, aus dem Kroatien-Urlaub: „Das ist schade. Aber das Leben geht weiter.“ Zudem muss nun der RSV Ermingen, in der Relegation schon am FC Hüttisheim gescheitert, von der A/Donau eine Etage tiefer in die B/Donau.

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