Kassieren als Abenteuer

TGO 11.10.2017

Kassieren als Abenteuer

Geld einzusammeln, das ist nicht immer einfach. Auch nicht bei einem Amateurspiel. Hermann Hummel (rechts im Bild) macht das seit vier Jahren beim SV Hörvelsingen. In der Halbzeitpause bereitet er sich vor. Wenn dann alle Zuschauer wieder am Spielfeldrand stehen, geht es los.

Am vergangenen Sonntag hatte Hermann Hummel einen neuen Partner. Im Regelfall ist Mark Bosch der Begleiter. Der  jedoch wurde von Trainer Muharemovic angefordert, weil wegen vieler Verletzungen die Ersatzbank zu dünn besetzt gewesen wäre. Also: Bosch auf die Bank, dafür trägt Niklas Buck die kleine, braune Tasche, in der Wechselgeld steckt.

Im Regelfall, sagt Hummel, gibt es keine großen Diskussionen beim Abkassieren. 2 Euro 50 kostet die normale Eintrittskarte, 2 Euro die ermäßigte. Gegen Asch-Sonderbuch ging es jedoch nicht ganz ohne kurze Streitgespräche ab. Der Tross der Gäste in der Nähe der Trainerbank, als Betreuerteam deklariert, hatte eine ganz erstaunliche personelle Stärke. Grundsätzlich müssen die natürlich nichts bezahlen. Aber so viele?, fragte sich Hummel. Von Maßnahmen ob der Verweigerung sieht er ab. „Bringt doch nichts, hier rumzustreiten“, sagt Hummel und lässt die „Sportsfreunde“ im Regen stehen. Von 100 Zuschauern sammeln die beiden Kassierer das Geld ein. Das dauert nicht lange. Wenn sie fertig sind, wird das Geld abgeliefert, dann geht es wieder zum Platz – zum Anfeuern.

Zahlen zum Tag

1000 Euro Kosten reiner Spielbetrieb (Schiedsrichter, Passanträge Spieler, etc.) pro Saison
700 Einwohner
470 Vereinsmitglieder, davon 60 Mitglieder der Fußballabteilung
130 verkaufte rote Würste
100 Zuschauer
8 Kisten Bier
3 Kisten Spezi
1 Kiste Sprudel
11 Helfer am Spieltag
Mannschaftsessen mit
35 Portionen Spaghetti Bolognese
18 Knoblauchzehen
11 Pfund Rindfleisch
10 Pfund Spaghetti
9 Pfund Tomatenstücke