Rammingen Junginger Zuversicht vor Relegations-Finale gegen Rammingen

So ausgelassen wie nach seinem Treffer gegen Burlafingen möchte sich der Junginger Fabian Lingner (links) auch heute freuen.
So ausgelassen wie nach seinem Treffer gegen Burlafingen möchte sich der Junginger Fabian Lingner (links) auch heute freuen. © Foto: Volkmar Könneke
WINFRIED VOGLER 19.06.2015
Noch ein Herzschlagfinale. Die letzte Relegations-Entscheidung im Fußball-Bezirk fällt am Freitag in der Partie SF Rammingen gegen SV Jungingen. Der Sieger von Oberelchingen spielt in der Bezirksliga.

Er schwört auf die identischen Abläufe und Rituale. Und er bekräftigt, „alles rauszuhauen, was wir haben“, wenn es am Freitag ab 18 Uhr (Liveticker auf swp.de) in Oberelchingen im Relegationsduell für seine Elf um den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga geht.

Gleichwohl verbreitet Trainer Klaus Loser vom SV Jungingen vor der entscheidenden Partie gegen die SF Rammingen große Gelassenheit. „Wir als unterklassiger Verein können nichts verlieren, während dem Gegner der Abstieg droht“, sagt er. Vor einem weiteren Herzschlagfinale ist ihm nicht bange. „Wir können 120 Minuten gehen, das haben wir gegen Tiefenbach und Burlafingen bewiesen und jeweils im Elfmeterschießen die Nerven behalten", betont der Coach.

Loser lässt es ruhig angehen. „Die Mannschaft hat genug Ball gesehen. Wir haben nicht mehr trainiert“. Also auch kein Elfer-Schießen geübt. Aller guten Dinge sind drei, hofft das Team von der Ulmer Alb. „Jetzt muss es doch endlich klappen", hofft Abteilungsleiter Markus Durst, nachdem seine Mannschaft auf der Zielgeraden der Kreisliga A/Alb die Luft ausgegangen war und deshalb in die Zusatzschicht musste.

Im Gegensatz dazu hat sich Bezirksliga-Aufsteiger SF Rammingen, der lange auf einem Abstiegsplatz rangierte, in einem bemerkenswerten Endspurt den Relegationsplatz 14 ergattert. „Wir konnten unsere Abwehr stabilisieren“ – darin sieht Spielleiter Dietmar Steck den Hauptgrund. Zudem hat Routinier Florian Steck rechtzeitig zur Torgefährlichkeit zurückgefunden. Der 31-Jährige leitete nach der Trennung von Coach Markus Ebert sowie dessen Nachfolger Wolfgang Neipp in der Schlussphase das Training.

Für die neue Spielzeit – egal in welcher Liga – wird der Ballendorfer Thomas Schmid das Traineramt übernehmen. Beide Teams kennen sich bestens, nach der Winterpause siegte Jungingen 1:0 in einem Testspiel. Sollte es heute, wie in vier der ersten sechs Relegationsspiele geschehen, erneut zum Elfer-Roulette kommen, dürfte Jungingen ein richtig gutes Blatt in der Hand haben.

Wissenschaftlich wurde analysiert, was beim Strafstoßschießen für den Schützen wichtig ist und den Torwart am meisten beeinflusst. Danach kann man den Schützen empfehlen, sich ein rotes Trikot anzuziehen – dann glauben Torleute, dass ihre Chance, den Elfmeter zu halten, geringer ist. Jungingen läuft wieder in Rot auf.