Fußball-Regionalliga Regionalliga: Jetzt müssen Punkte her!

Die Spatzen müssen aktuell an der Aufstellung basteln. Ein möglicher Kandidat für die Startelf der Ulmer Regionalliga-Kicker gegen den VfB II: Steffen Kienle (links).
Die Spatzen müssen aktuell an der Aufstellung basteln. Ein möglicher Kandidat für die Startelf der Ulmer Regionalliga-Kicker gegen den VfB II: Steffen Kienle (links). © Foto: Eibner
Von Winfried Vogler 24.11.2017
Blickpunkt Fußball-Regionalliga: Die Spatzen stehen gegen die „Zweite“ des VfB Stuttgart unter Druck. Noch verspürt Trainer Flitsch Rückenwind.

Zwischen Enttäuschung und Trotz pendelte die Gefühlslage zuletzt beim Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball. Zweimal auswärts gut gespielt, Komplimente verdient – aber ohne etwas Zählbares die Heimreise angetreten. Nicht das schlechtere Team gewesen zu sein, spiegelt sich eben nicht in Punkten wider. Nur noch drei Zähler beträgt aktuell der Vorsprung auf Rang 16, der erste mögliche Abstiegsplatz. Doch jetzt kommen für die Spatzen zuhause gegen den VfB Stuttgart II (11.) und TSV Schott Mainz (18.) – dazwischen geht’s zum Tabellenzweiten Kickers Offenbach – zwei vermeintlich leichtere Aufgaben.

Der Druck vor dem heutigen Heimspiel (19 Uhr) gegen den Bundesliganachwuchs vom Wasen ist gestiegen. Nach drei Unentschieden und zwei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen muss mal wieder ein Dreier her. Für die verbleibenden drei Partien bis Weihnachten hat der der Sportliche Leiter, Lutz Siebrecht, ein klares Ziel ausgegeben – mindestens sechs Punkte. Trainer Tobias Flitsch und sein Team stehen also mit dem Rücken zur Wand.

Im Grunde ist das heutige Heimspiel gegen die Stuttgarter U 23 ein Alles-oder-nichts-Spiel. Auch wenn das Binnenklima in der Friedrichsau bis zuletzt vergleichsweise ruhig geblieben ist. Noch stärken Sportvorstand Anton Gugelfuß und seine Vorstandskollegen dem Trainer den Rücken. Wenn die Spatzen drei Punkte holen, können sie am heutigen Gegner vorbeiziehen – und damit Tabellenplatz zwölf verlassen, auf dem der SSV 46 seit nunmehr acht Spieltagen festsitzt.

Allerdings liegt hier die Gefahr. Gibt es schon gegen Stuttgart keinen Sieg, droht die Stimmung langsam zu kippen. Nicht umsonst warnt Siebrecht vor der aktuellen Tabellensituation: „Die ist alles andere als entspannt. Wir haben Nachholbedarf, was die Punkte betreffen“, sagt der Sportliche Leiter. Die VfB-Reserve holte nur einen Zähler aus ihren vergangenen fünf Begegnungen. Mit ein Grund: Am Wasen gibt es Überlegungen, die U 23 am Ende dieser Saison aufzulösen. Seit VfB-Sportvorstand Michael Reschke die Abschaffung des Regionalligateams angeregt hat, blieben die Ergebnisse aus. Zwar fällt die Entscheidung erst zu Beginn des kommenden Jahres, doch hat das eine oder andere Talent aus dem Team von VfB-Trainer Andreas Hinkel, dem ehemaligen Nationalverteidiger (21 A-Länderspiele), schon Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt.

Personell bleibt der Spielraum von SSV-Coach Flitsch fast unverändert. Kapitän Florian Krebs (Sprunggelenk) muss erneut passen. Tim Göhlerts Einsatz steht auf der Kippe, da der Arzt bis am späten Abend Praxisdienst hat. David Kammerbauer (fünfte Gelbe Karte) und Volkan Celiktas (Gelb-Rot) stehen nicht zur Verfügung. So könnten Michael Schindele sowie Luca Graciotti und Steffen Kienle Kandidaten für die Startelf sein. „Es ist Anspruch und Notwendigkeit, zu Punkten zu kommen“, so Siebrecht.

So wollen sie heute spielen

SSV Ulm 1846 Fußball – VfB Stuttgart II   

Heute, Freitag, 19 Uhr, Donaustadion

SSV 46: Betz - Bradara, Reichert, Göhlert (Kienle), Nierichlo (Schindele) - Bagceci,  Sauter, Morina, Graciotti - Rathgeber, Braig.

 

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