Regionalliga Illertissens Serie reißt gegen Bayern II

Maurice Strobel (rechts) war der auffälligste Spieler des FV Illertissen im Duell mit den „kleinen Bayern“.
Maurice Strobel (rechts) war der auffälligste Spieler des FV Illertissen im Duell mit den „kleinen Bayern“. © Foto: Rudi Apprich
Illertissen / Jochen Baisch 03.12.2018

Die Bundesliga-Reserve des FC Bayern ist in der bayerischen Fußball-Regionalliga beileibe nicht mehr der Zuschauermagnet, die sie einst gewesen ist. Füllten in der Saison 2012/13 fast 4000 Fans die Ränge des Illertisser Vöhlinstadions, als die kleinen Bayern unter Trainer Mehmet Scholl ihre Aufwartung machten, so waren es am vergangenen Samstag gerade mal 650 Besucher.

Die Partie zwischen dem FV Illertissen und dem auf den zweiten Tabellenplatz abgerutschten Titelfavoriten aus der bayerischen Metropole war nun auch nicht der ganz große Aufreger. Die spielerisch bessere Mannschaft gewann nach einem Doppelpack (65., 68.) verdient 2:0 (0:0), wobei die Münchner durchaus von den Ausfällen der Gastgeber – Mittelfeldass Marco Hahn war krank, Burak Coban gelb gesperrt – profitierten.

So hielten sich die Torchancen, die der FV Illertissen herausspielen konnte, doch sehr in Grenzen. Kurios dabei eine Aktion in der 22. Minute: Schiedsrichter Thomas Ehrensperger (Amberg) hatte nach einem vermeintlichen Vergehen der Gäste an Maurice Strobel bereits auf Strafstoß entschieden. Nach Intervention seines Assistenten wurde Strobel vom Unparteiischen befragt, und er räumte in ganz fairer Manier ein, nicht gefoult worden zu sein. Strobel stand auch in der 37. Minute im Mittelpunkt, als er der Gäste-Defensive enteilt war. Aber sein Pass zu Felix Schröter wurde vom Torjäger vertändelt.

Der eingewechselte Max Zeller (58.) probierte es vergeblich aus spitzem Winkel. Bayern II entschied die Partie zwischen der 65. und 68. Minute, als Meritan Shabani und Woo-yeong Jeong (beide hatten schon Kurzeinsätze bei den Profis) ihre Chancen nutzten. Danach ließen die Gäste ihre fußballerische Klasse beim Positionsspiel aufblitzen. Die Partie war entschieden.

Diese Niederlage, beileibe kein Beinbruch, beendete die Illertisser Serie von fünf ungeschlagenen Spielen bei elf Punkten. Mit 26 Zählern (Vorjahr: 36) überwintert die Mannschaft von Coach Marco Küntzel. Angesichts der vielen (häufig verletzungsbedingten) Rückschläge ist die Bilanz, die unter Küntzel gewaltig aufgehübscht worden ist, akzeptabel. „Wir sind überzeugt, dass wir, wenn es im Frühjahr weiter geht, nach Rückkehr unserer Dauerverletzten, die Liga halten können. Wir sind uns aber bewusst, dass wir aufpassen und uns unserer Lage bewusst sein müssen“, so FVI-Spielleiter Hermann Schiller.

Winterpause bis zum 14. Januar

Nach 22 Regionalligaspielen und vier Begegnungen beim bayerischen Totopokal gehen die Illertisser Fußballer in die Winterpause. Mit dem zwölften Tabellenplatz und den 26 Punkten sind sie um einiges unter ihrem früheren Leistungsniveau geblieben. Das ist aber auch etlichen unglücklichen Konstellationen geschuldet ist. Am 14. Januar ist Trainingsbeginn. Fußball unter dem Dach gibt es beim FVI nicht.

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