Fußball-Regionalliga Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball muss gegen Offenbacher Kickers ran

Christian Sauter (links) ist aktuell gesundheitlich nicht auf der Höhe, sein Einsatz in Offenbach ist fraglich.
Christian Sauter (links) ist aktuell gesundheitlich nicht auf der Höhe, sein Einsatz in Offenbach ist fraglich. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Von Winfried Vogler 01.12.2017
Fußball-Regionalliga: Die Spatzen sind am Samstag bei den Offenbacher Kickers gefordert. Der Gastgeber ist auf drei Punkte scharf.

Die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 haben zuletzt gewonnen. Zu Hause 2:1 gegen den VfB Stuttgart II. Am Samstag geht es zu den Offenbacher Kickers. Doch auf dem Bieberer Berg (Anpfiff 14 Uhr) wartet auf die Mannschaft von Trainer Tobias Flitsch eine ganz schwere Aufgabe. Dort stehen keine normalen Vereins-Anhänger auf der Tribüne. Die Atmosphäre ist legendär, viele sprechen von einer einmaligen Stimmung. In den bisherigen zehn Heimspielen kamen im Schnitt 6500 Zuschauer.

Für den SSV-Coach ist die Dienstreise zum Aufstiegsaspiranten ein Erlebnis. „Wir freuen uns, dort zu spielen.“ Nicht nur wegen der einmaligen Fans im Sparda-Bank-Hessen-Stadion. Das Auswärtsspiel in Offenbach soll für den SSV 46 auch sportlich ein positives Erlebnis werden. Die Hessen strotzen nicht gerade vor Selbstvertrauen, sind für Flitsch aber klarer Favorit. „Uns erwartet da wirklich ein schweres Spiel“, sagt der Ulmer Trainer. Über Leidenschaft wollen er und seine Kicker ins Spiel kommen – und in der vorletzten Partie vor der Winterpause vielleicht für eine Überraschung sorgen.

Der Trend

Mit dem 2:1 gegen die VfB-Reserve ist dem SSV 46 nach fünf sieglosen Partien wieder ein Dreier gelungen. Die Spatzen sind damit in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Offenbach hat aus den vergangenen sechs Partien nur einen Sieg geholt und ist in der Tabelle hinter Saarbrücken und Waldhof Mannheim auf den dritten Rang zurückgefallen.

Die Statistik

Die Gastgeber sind zweitbestes Heimteam der Liga – acht Siege, ein Remis, eine Niederlage. Der SSV 46 liegt in der Auswärtsbilanz auf Rang elf: Zwei Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen – die Ausbeute in der Fremde.  Die letzten drei Gastspiele auf dem Bieberer Berg endeten aus Ulmer Sicht 1:2, 0:1 und im letzten Jahr 2:3. Da verspielte der SSV 46 eine 2:0-Halbzeitführung.

Das Personal

Besonders schmerzlich ist das Fehlen der beiden Routiniers Florian Krebs (Sprunggelenkverletzung)  und Tim Göhlert (beruflich verhindert). Die zuletzt gesperrten David Kammerbauer und Volkan Celiktas sind wieder im Kader. Ein Fragezeichen steht hinter Christian Sauter, der sich krank gemeldet hat. Trainer Flitsch betont: „Es wird nicht allzu große Veränderungen in der Startelf geben.“

Stimmen

„Wir wollen den Rückenwind mitnehmen“, sagt Abwehrmann Johannes Reichert und freut sich auf ein Wiedersehen mit Kumpel und OFC-Torjäger Florian Treske. Der Sportliche Leiter des SSV 46, Lutz Siebrecht, betont indes: „Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und dürfen nicht eine Minute nachgeben, sonst kann man nichts mitnehmen.“ Offenbachs Sportdirektor Sead Mehic fordert: „Wir wollen nicht als Dritter oder Vierter in die Winterpause gehen. Zwei Spiele, sechs Punkte – das ist die klare Marschrichtung.“

Besonderheit im Stadion

Der Bieberer Berg ist Kult. Und ein Stück Offenbacher Identität. Im Sparda-Bank-Hessen-Stadion trägt Kickers Offenbach seine Heimspiele aus. Nach dem Abriss des Stadions am Bieberer Berg wurde es am selben Standort neu errichtet. Das Vier-Tribünen-Stadion fasst offiziell 20 500 Zuschauer, ausschließlich mit Stehplätzen auf der Gegengeraden. Eine Besonderheit: Im Stadion befindet sich bundesweit tatsächlich die einzige Bankfiliale.

 

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