Hertha spielt in Blaustein ums Flugzeug

Viele U-13-Fußballspiele beim Blausteiner Turnier waren eng. Deshalb wurde es auch mit dem Flieger von Turniersieger Berlin knapp. Foto: Volkmar Könneke
Viele U-13-Fußballspiele beim Blausteiner Turnier waren eng. Deshalb wurde es auch mit dem Flieger von Turniersieger Berlin knapp. Foto: Volkmar Könneke
DETLEF GRONINGER 30.01.2012
Der Flieger wartete in Stuttgart. Deswegen drückte die U 13 von Hertha BSC Berlin nach dem 2:1-Finalsieg gegen den VfB Stuttgart beim D-Junioren-Hallenfußballturnier des TSV Blaustein aufs Tempo.

Die D-Junioren von Hertha BSC Berlin saßen auf Kohlen. Um 20.40 Uhr hob der gebuchte Flieger von Stuttgart aus in Richtung Bundeshauptstadt ab. Um 19.15 Uhr war erst der 2:1-Endspielerfolg beim internationalen U-13-Turnier um den Blausteiner Hallenpokal gegen den VfB Stuttgart perfekt. Trotzdem kam kein Klagelied aus dem Mund der Berliner. "Blaustein bleibt für uns ein Pflichttermin im Turnierkalender", lobte Andreas Engel, mit einem Schmunzeln selbsternannter Leiter des Hertha-Funktionsteams in der schwäbischen Provinz.

Die Titelverteidiger von der Spree, der ohne Pal Dardai, den Sohn vom gleichnamigen ehemaligen Hertha-Bundesligaprofi, angereist war, hatten im vorweggenommenen Endspiel der beiden überragenden Mannschaften Bayer Leverkusen im Halbfinale mit 5:3 nach Neunmeterschießen aus dem Wettbewerb geworfen. Zuvor hatten die Talente vom Rhein bei fünf anderen Turnieren in Deutschland jeweils triumphiert. "Blaustein zählt zu den Top-Veranstaltungen. Wir kommen auf jeden Fall wieder", betonte Leverkusens Trainer Slawomir Czarniecki. Sein Schützling Kay Haretz wurde vor 1000 Zuschauern als bester Spieler ausgezeichnet, herausragender Torhüter war Benjamin Leneis (FC Augsburg). Die Mannschaften aus dem Bezirk spielten beim U-13-Turnier keine Rolle.

Bei den C-Junioren triumphierten die Stuttgarter Kickers mit dem 2:1-Endspielsieg gegen den FC Basel. Dabei verfolgten 900 Zuschauer das Geschehen in der Lixsporthalle. "Wir sind mit den bisherigen Turnieren sehr zufrieden", sagte TSV-Jugendleiter Jürgen Rees. Die erstmalige Ansetzung eines Eintrittspreises von zwei Euro wegen spärlicher sprudelnden Sponsorengelder rief keine Kritik hervor. Der Fan-Zuspruch ist ungebrochen. "Wir werden mehr als eine schwarze Null schreiben", gestand Rees. Am kommenden Wochenende ermitteln die E-Junioren (Samstag) und F-Junioren (Sonntag) ihre Sieger.

Turnierorganisator Martin Endres, der in Blaustein mit Jürgen Heck auch einen Talentsichter des englischen Premier-League-Klubs Aston Villa in der Halle begrüßen konnte, schwebt zum 30. Turnier im U-15-Bereich am 2. Februar 2013 ein besonderes Schmankerl vor. "Wir haben die Fühler danach ausgestreckt, einen heutigen Profi, der schon einmal in Blaustein gespielt hat, zu bekommen", meinte er. Die Nationalspieler Mario Gomez und Holger Badstuber (beide FC Bayern München) sowie die Bender-Zwillinge Lars (Bayer Leverkusen) und Sven (Borussia Dortmund) sowie Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05) stehen auf der Wunschliste.

Der SSV Ulm 1846 schied als Vorrundengruppensieger bei den C-Junioren im Viertelfinale mit 0:1 gegen den FC Basel aus. Stürmer Justin Dyck vom TSV Blaustein, der in der Qualifikationsrunde auf dem Feld in acht Partien 42 Treffer geschossen hatte, ist nun zu den jungen Spatzen gewechselt. Er erhielt aber von seinem bisherigen Klub keine Freigabe. Somit ist Dyck für Ulm erst am letzten Oberligaspieltag (19. Mai) gegen den VfB Stuttgart II spielberechtigt.

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