WFV-Pokal Halbfinale gegen SGV Freiberg

Ein Aalener Angriff rollt: Immer aufmerksam zwischen den Pfosten Kevin Birk, Nummer zwei im Ulmer Tor mit der Rückennummer 19. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.
Ein Aalener Angriff rollt: Immer aufmerksam zwischen den Pfosten Kevin Birk, Nummer zwei im Ulmer Tor mit der Rückennummer 19. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Winfried Vogler 13.04.2018

Es hätte schlimmer kommen können. Beim SSV Ulm 1846 Fußball darf weiterhin vom großen Wurf im WFV-Pokal geträumt werden. Die gestrige Auslosung bescherte den Spatzen als Gegner fürs Halbfinale, das am Mittwoch, 25. April ausgetragen wird, den SGV Freiberg.

Die andere Paarung lautet TSV Ilshofen (Verbandsliga) gegen Drittligist SG Sonnenhof Großaspach. Klar, dass man in der Friedrichsau mit dem Los zufrieden war. Jubelschreie gab es nach der Auslosung freilich keine. Dazu sind die Erinnerungen an diesen Gegner (Tabellenvierter in der Oberliga) noch zu nachhaltig.

Sportvorstand Anton Gugelfuß wäre sogar Großaspach „zu Hause bei einem vollen Stadion“ lieber gewesen. „Freiberg ist schwierig, dazu auswärts. Gegen einen Oberligisten ist alles möglich“, sagte Torwart Kevin Birk, der Matchwinner vom Mittwochabend. Dem Keeper des SSV 46 ist es zu verdanken, dass die Spatzen eine Runde weiter sind.

Die größte Prüfung im Pokalduell gegen den VfR Aalen musste Birk allerdings erst nach der Verlängerung bestehen. Im finalen Shootout erwies sich der 26-Jährige als Elfmeter-Killer und parierte gleich zwei Strafstöße. Am Ende sei es stets eine situative Entscheidung – und auch Glück. „Wenn meine Jungs nicht die Dinger reinmachen, kann ich so viele halten, wie ich will. Wir haben keinen verschossen, deshalb stehen wir jetzt im Halbfinale.“ Erstmals wieder nach vier Jahren – letztmals im April 2014 beim 0:2 gegen den 1. FC Heidenheim. Natürlich ist Birk ein bisschen stolz, „einen kleinen Teil dazu beigetragen zu haben.“

Mittendrin in der Jubeltraube

Nach dem entscheidenden verwandelten Elfmeter von Thomas Rathgeber begruben die Mitspieler den Schützen und ihren Torhüter in einer Jubeltraube unter sich. „Wir wissen aus dem Training, dass er ein Elferkiller ist“, sagte Teamkollege Johannes Reichert. „Das hat er heute gezeigt.“ Birk wollte seine Leistung nicht überbewerten: „Als Torwart kannst du nur gewinnen im Elfmeterschießen“, meinte er. „Wir haben alle die Nerven behalten und sicher verwandelt.“ Sein Erfolgsrezept für gehaltene Elfmeter? „Ins richtige Eck hechten und schauen, dass man die Pranke da noch hinkriegt“, kommentierte der Torhüter. Frei nach dem Motto: Sorge dich nicht, halte! Ein Elfmeter-Geheimnis hat Birk nicht. „Ich habe einen kleinen Spickzettel gehabt, aber die Spieler waren bereits ausgewechselt“, betonte Birk, der  seit 2016 beim SSV 46 spielt, in der laufenden Runde aber nur im Pokal zum Einsatz gekommen ist. „Klar ist man da öfter genickt, man will immer spielen.“ So wird Birk auch im  morgigen Heimspiel (14 Uhr) gegen Wormatia Worms wieder auf der Bank Platz nehmen müssen und Holger Betz im Tor den Vortritt lassen.

„Der Holger macht das gut“, sagt Birk, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. „Ich bin für alles offen und fühle mich hier wohl“, sagt er zu den anstehenden Vertragsverhandlungen. Große Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz macht er sich in den restlichen sechs Regionalligaspielen (siehe auch Info-Box) nicht. Dafür wird er im WFV-Halbfinale sicher wieder auflaufen. Und wenn er in Freiberg erneut zum Matchwinner  avanciert, dann winkt ihm und seinem Team das Finale am 21. Mai im Stuttgarter Gazi-Stadion. 

Noch vier Heimspiele in der Liga

Das Restprogramm der Spatzen (39 Punkte/10. Rang) in der Regionalliga sieht so aus:
Samstag, 14. April: Wormatia Worms (H = Heimspiel/35/14.)
Dienstag, 17. April: TSV Steinbach (H/43/7.)
Samstag, 21. Arpil: Astoria Walldorf (A = Auswärtsspiel/38/12.)
Samstag, 28. April: TuS Koblenz (H/29/16.)
Samstag, 5. Mai: Eintracht Stadtallendorf (A/35/13.)
Samstag, 12. Mai: Waldhof Mannheim (H/60/2.).

Wie viele Klubs steigen aus der Regionalliga ab? Nach aktuellem Stand wird es keinen Absteiger aus der 3. Liga in die Südwest-Regionalliga geben. Damit müssen drei bis fünf Vereine eine Etage absteigen: Im günstigsten Fall drei, wenn beide Südwest-Vertreter in die dritte Liga aufsteigen. Steigt keiner auf, müssen fünf Vereine runter. Bei einem Aufsteiger steigen vier Mannschaften ab.

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