DFB-Bundestag Gugelfuß: „Der Schritt in die richtige Richtung“

Für Württembergs Fußball im Einsatz: Anton Gugelfuß. Eibner
Für Württembergs Fußball im Einsatz: Anton Gugelfuß. Eibner © Foto: Eibner
Armin Grasmuck 09.12.2017

Drei Tage am Stück war der Elchinger Unternehmer Anton Gugelfuß dienstlich im Südwesten der Republik und in der Schweiz  unterwegs, dann legte er einen sportpolitischen Halt in Frankfurt ein. In seiner Funktion als Vorstandsmitglied des SSV Ulm 1846 und als offiziell Gesandter des Württembergischen Fußballverbands (WFV) wohnte er gestern dem außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fuß-
ball-­Bundes (DFB) in der Metropole am Main bei.

„Es war eine beeindruckende Veranstaltung in einer beeindruckenden Atmosphäre“, sagte Gugelfuß, der gemeinsam mit WFV-
Präsident Matthias Schröck sowie den Vizepräsidenten Michael Hirler und Wolfgang Zieher unter 263 Delegierten die regionalen Interessen vertrat. „Ich betrachte es als Auszeichnung für den SSV 46, für drei Jahre seriöse Arbeit, dass ich die Gelegenheit hatte, da dabei zu sein.“

Die Reform der Regionalliga, die auf dem Bundestag einstimmig beschlossen wurde und dem Meister der Regionalliga Südwest zumindest in den beiden nächsten Spielzeiten den Aufstieg in die 3. Liga garantiert, nahm der Spitzenfunktionär aus Ulm wohlwollend zur Kenntnis. „Es ist definitiv der Schritt in die richtige Richtung“, so erklärte Gugelfuß. „Die beauftragten Gremien hatten schließlich 90 Regionalliga-
Klubs unter einen Hut zu bringen. Jeder Verein pflegt seine eigenen Interessen. Die Klubs im Norden und im Osten haben andere Ambitionen als die Vereine im Südwesten oder in Bayern.“

China kein Thema

Die Gastauftritte der chinesischen U-21-Nationalmannschaft in der Regionalliga Südwest waren auf dem DFB-Bundestag pikanterweise kein Thema. Nach den politischen Ränkespielen, die nach dem ersten Auftritt der jungen Asiaten dazu geführt hatten, dass alle weiteren Partien abgesagt wurden, bleibt dieses Thema folglich offen zur Debatte. „In Frankfurt wurde keine Silbe darüber verloren“, sagte Gugelfuß, der in dieser Angelegenheit eine klare Haltung vertritt: „Ich bedaure, dass die Spiele gegen die Mannschaft aus China ausgesetzt worden sind. Sie hätten sportlich und kulturell besonderen Wert für uns gehabt. Auch finanziell war es reizvoll für die Vereine.“

An der Rolle als sportpolitischer Vertreter fand der SSV-Boss spürbar Gefallen. Seine Spatzen unterstützt er heute natürlich von der Tribüne des Donaustadions aus.