DFB Pokal Auslosung Reaktionen des SSV Ulm: „Was will man mehr als Eintracht Frankfurt?“

Nach der Auslosung: Ulms Spielleiter Thomas Rohmer (l.) und Holger Betz rahmen DFB-Präsident Reinhard Grindel ein.
Nach der Auslosung: Ulms Spielleiter Thomas Rohmer (l.) und Holger Betz rahmen DFB-Präsident Reinhard Grindel ein. © Foto: Max Rieck
Ulm / Gerold Knehr 09.06.2018

Uff, war das nervenaufreibend und spannend. Bei der Auslosung der 32 Erstrunden-Begegnungen  machte Glücksfee und TV-Moderatorin Palina Rojinski 31 Mal einen Bogen um die Kugel der Spatzen.  Als nur noch jeweils eine Kugel in Topf B (SSV Ulm 1846 Fußball) und Topf A (Eintracht Frankfurt) übrig geblieben war, war klar: Der hiesige Regionalligist bekommt es in der ersten Runde (17. bis 20. August) mit dem Titelverteidiger zu tun. Das lange Warten vor den Fernsehgeräten hat sich also gelohnt.

„Was will man mehr als den amtierenden Pokalsieger? Eine solche Konstellation gab es in der Geschichte unseres Vereins wohl noch nie. Es ist der absolute Hammer“, freute sich Sportvorstand Anton Gugelfuß.

Vier Ulmer waren wie berichtet zur Auslosung ins Dortmunder Fußball-Museum gefahren, unter ihnen Torhüterlegende Holger Betz. Er schaffte es live in die ARD. Co-Moderator Arnd Zeigler führte mit dem 40-Jährigen ein kurzes Interview. Betz erwähnte dabei, dass er bei Ulms letzter DFB-Pokalteilnahme in der Saison 2000/01 beim legendären 1:0-Sieg der damals fünftklassigen Spatzen gegen Bundesligist 1. FC Nürnberg dabei war. Damals war das eine Sensation. Heute darf es als Mutmacher für die Begegnung gegen die Eintracht gelten. Der genaue Spieltermin wird in den nächsten Tagen ausgemacht.

„Von Los zu Los ist die Spannung gestiegen. Jetzt spielen wir gegen  eine Mannschaft, die im europäischen Fußball spielt.  Das ist einfach genial“, strahlte Spielleiter Thomas Rohmer, der wie Betz vor Ort die Auslosung verfolgte.

Für ein Schmunzeln im Ulmer Lager sorgte DFB-Präsident Reinhard Grindel, der als Ziehungsleiter fugierte. Er sprach zunächst vom „SSV Ulm 48“, um sich dann aber schnell zu korrigieren: „Richtig heißt es SSV Ulm 1846 Fußball. Auf den Zusatz ‚Fußball’ legen die Ulmer großen Wert.“

Größer als die Ulmer Freude dürfte höchstens noch die beim niedersächsischen Regionalligisten SV Drochtersen/Assel gewesen sein. Ihnen wurde der FC Bayern München zugelost.

Zum 25. Mal im Pokal dabei

Kaum zu glauben Der SSV Ulm 1846 Fußball beziehungsweise dessen Vorgängervereine (SSV Ulm 1846, SSV Ulm, Ulmer FV 94) haben bereits 24 Mal am DFB-Pokal teilgenommen. Der geht mit der Spielzeit 2018/19 in seine 76. Saison. 1935  wurde der Wettbewerb erstmals ausgetragen, der Ulmer FV besiegte damals in der ersten Runde den FC Bayern München mit 5:4. In den 1980er- und 1990er-Jahren waren die Spatzen  Dauergast in diesem Wettbewerb, 1982 kamen die Ulmer bis ins Viertelfinale.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel