Fußball Gelungene Saisonpremiere für den SSV Ulm 1846 Fußball

Mit Glück und Geschick: SSV-Schlussmann Christian Ortag rettet in der Nachspielzeit gegen Mannheims Jesse Weißenfels den Sieg für die Spatzen.
Mit Glück und Geschick: SSV-Schlussmann Christian Ortag rettet in der Nachspielzeit gegen Mannheims Jesse Weißenfels den Sieg für die Spatzen. © Foto: Döring/Eibner
Ulm / Winfried Vogler 30.07.2018

Wow, was für ein Auftakt. Im Glutofen Carl-Benz-Stadion mit über  30 Grad Hitze ist Fußball-Regionalligist SSV Ulm 1846 mit dem 1:0 (1:0) gegen den letztjährigen Vizemeister  Waldhof Mannheim ein perfekter Saisonstart gelungen.  „Du wirst vom Glück belohnt, wenn Du dafür arbeitest“, sagte Holger Bachthaler nach dem Erfolg. Der SSV-Coach bezog seine Aussage zwar auf den Torschützen im Ulmer Dress, Vitalij Lux, aber sie lässt sich auch auf die Gesamtleistung seiner Schützlinge übertragen. Der Sieg und die drei Punkte waren der Lohn einer engagierten Arbeitsleistung des gesamten Teams, durchsetzt mit einigen glücklichen Momenten.

Den ersten Wink der Glücksfee erhielten die Spatzen nach zwölf Minuten. Einen exzellenten Pass von Lennart Stoll verlängerte Ardian Morina in den Freiraum. Lux war zur Stelle und überlistete den einheimischen Torhüter mit einem gefühlvollen Heber: 1:0. „Ich habe kurz einen Schulterblick gewagt und gesehen, dass der Torhüter weit vor seinem Tor stand und dann getroffen“, fasste der Neuzugang aus Unterhaching das Tor des Tages in der Entstehung zusammen.

Das war effektiv und in dem Moment die überraschende Führung. Ulms Devise: Fehler vermeiden und keinesfalls in Rückstand geraten. Zwar investierten die Gastgeber mehr in die Offensivbemühungen. Den Pässen und Flanken fehlte aber die Präzision. Mit seinen Personalentscheidungen lag Bachthaler goldrichtig. Vor allem das flexible Spiel mit den offensiven Außenbahnspielern Nico Gutjahr und Stoll stellte die Einheimischen immer wieder vor Probleme. Bachthaler bot einen Zwei-Mann-Sturm mit Lux und Thomas Rathgeber auf, der für den im Training verletzten Steffen Kienle auflief. Mit David Braig fehlte ein weiterer Stürmer wegen muskulärer Probleme.

Nach der ersten Trinkpause gab es noch zwei gute Möglichkeiten für den SSV 46. Einen Drehschuss von Ardian Morina (34.) parierte der Waldhof-Keeper genauso wie einen Kopfball von Lux (44.). Ulms Torhüter Christian Ortag strahlte nach dem Schlusspfiff, als er das Zu-Null-Spiel resümierte. Gut gehalten, kein Gegentor kassiert, und zudem als Aushilfs-Libero bei Mannheimer Kontern fußballtechnisch überzeugt. Die Bilanz des Torwarts konnte sich sehen lassen.

Der Pfosten und das Glück standen dem Neuzugang von den Stuttgarter Kickers dabei zur Seite. Bei einem Kopfball in der Schlussphase ging der Ball an den Pfosten. Bei den „Flüchtigkeitsfehlern“, wie Bachthaler die Nachlässigkeit der SSV-Defensive in den Schlussminuten nannte, rettete zweimal Ortag in brenzliger Lage. In der Nachspielzeit stoppte er den allein auf ihn zulaufenden Jesse Weißenfels gemeinsam mit Abwehrmann Stoll.

„Das war eine Frage des Willens, jeder hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Bachthaler seine Jungs. Die Art und Weise, in der die Spatzen den ersten Sieg erzwangen, weckt Hoffnungen. So kann’s weitergehen: Bereits am Freitag (19 Uhr) kommt die TSG Balingen ins Donaustadion. Der Aufsteiger hat mit einem 2:0-Heimsieg über die Bundesligareserve des FSV Mainz 05 aufhorchen lassen.

So spielten Sie

Waldhof Mannheim – SSV Ulm 1846 Fußball

0:1


SSV 46:
Ortag – Stoll, Krebs, Reichert, Schindele – Gutjahr, Campagna, Morina (72. Bagceci), Viventi (46. Nierichlo) – Rathgeber (55. Beck), Lux.
Tore: 0:1 Lux (12.)
Gelbe Karten:
Kern, Schultz – Campagna, Morina.
Schiedsrichter:
Alt (Illingen).
Zuschauer:
3941.

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