5:3 (3:2) gegen den TSV 1860 Rosenheim – von diesem Offensivspektakel im Vöhlinstadion, das lediglich 320 Zuschauer verfolgen, war selbst der sonst so kritische Trainer des FV Illertissen begeistert. Zumindest von der ersten Halbzeit. „Das war ein Superspiel von uns, ein offensives Feuerwerk“, freute sich Marco Küntzel. Selbst die beiden Gegentore, die „nur“ zu einem 3:2-Halbzeitstand führten, störten den Illertisser Coach nicht wirklich. „Das Resultat klingt, als hätten wir defensiv Probleme gehabt. Aber sie waren nicht herausgespielt, sondern entstanden nach ruhenden Bällen. Lediglich beim dritten Rosenheimer Treffer haben wir nicht gut ausgesehen.“

Aber das konnten die Illertisser am Samstag verschmerzen. Schließlich hatten sie Kai Luibrand in ihren Reihen. Der vom SSV Ulm 1846 Fußball nach Illertissen gewechselte Angreifer erzielte bei seinem ersten Einsatz drei Treffer für sein neues Team und hatte zwei weitere gute Torchancen. „Zudem hatte er richtig gute Bewegungen in die Tiefe. Er ist eine Belebung für unser Spiel“, sagt Küntzel über den Stürmer, der bei den Spatzen in der vergangenen Saison bei zwei Kurzeinsätzen lediglich auf 52 Regionalliga-Minuten gekommen war. In der 80. Minute durfte der entkräftete Luibrand sich bei seiner Auswechslung den Extrabeifall der Fans abholen.

Die beiden übrigen Illertisser Treffer gingen auf das Konto von Innenverteidiger Marius Wegmann (6.) und Maurice Strobel, der in der 46. Minute einen Foulelfmeter verwandelte.