Vor dem Saisonhöhepunkt am morgigen Dienstag (19 Uhr), wenn der Klassenprimus der bayerischen Regionalliga, der renommierte TSV 1860 München, im Vöhlinstadion aufwartet, war es den Fußballern des FV Illertissen nicht vergönnt, den ersten Heimsieg im Jahr 2018 zu landen. Die Illertaler mussten gegen Dorfklub SV Pipinsried eher froh sein, dass es nach bangen Minuten in der Endphase wenigstens zu einer Nullnummer reichte.

Der Grund lag in der 39. Minute, als Illertissens Innenverteidiger Fabian Rupp nach Ansicht von Schiedsrichter Simon Marx als letzter Mann zu heftig zugelangt hatte. Die Konsequenz: Ein Ausschluss und eine 50 Minuten dauernde Unterzahl der Gastgeber. Aus war es mit der löblichen Absicht, endlich mal wieder zu einem Dreier vor eigenem Publikum zu kommen. Der FVI musste dem Aufsteiger eine Feldüberlegenheit überlassen, die dieser allerdings nicht zu einem Überraschungssieg nutzen konnte. „Uns fehlt derzeit das notwendige Spielglück“, sagte FVI-Trainer Herbert Sailer: „Wir waren in der ersten Halbzeit ganz gut in der Partie. Nach dem Ausschluss von Rupp haben wir viel Moral und Herz an den Tag gelegt.“

Derweil gibt es vor dem morgigen Schlagerspiel endlich einmal frohe Kunde: Die Langzeitverletzten Daniel Lang und Sebastian Schaller waren von Beginn an dabei. Zudem vermeldeten die Illertisser Verantwortlichen eine Neuverpflichtung für die kommende Saison: Armin Rausch, 21 Jahre alt und 1,90 Meter groß, wird künftig für den FVI stürmen. Der Angreifer kommt vom Bayernligisten FC Sonthofen und erhält einen Zweijahresvertrag.

1860 vor Meisterschaft

Jetzt steht aber alles bereit fürs Kräftemessen gegen den mutmaßlichen Meister aus der Landeshauptstadt: 5000 Zuschauer werden im Vöhlinstadion erwartet – so viele wie noch nie in der 40-jährigen Geschichte dieser Wettkampfstätte. Das Kräftemessen bringt insbesondere für die Münchner Löwen eine Pikanterie mit sich: Gewinnen sie im Illertal und lässt Verfolger FC Bayern II Punkte in Pipinsried, dann sind die „Sechziger“ auch rechnerisch Meister und dürfen sich für die Aufstiegsspiele gegen den Südwest-Vertreter rüsten. Bei dieser Konstellation dürften die 600 Karten, die an der Abendkasse noch bereit liegen, in Windeseile weggehen.