Hallenfußball AL-KO Cup: Fußball-Tradition in Neu-Ulm

Vor einem Jahr wurde der AL-KO Cup noch für aktive Mannschaften durchgeführt. Daniel Hägele vom Drittligisten Sonnenhof Großaspach nahm die Siegertrophäe in Empfang. Foto:
Vor einem Jahr wurde der AL-KO Cup noch für aktive Mannschaften durchgeführt. Daniel Hägele vom Drittligisten Sonnenhof Großaspach nahm die Siegertrophäe in Empfang. Foto: © Foto: Langer / Eibner-Pressefoto
Klingt vielversprechend / Gerold Knehr 14.02.2018
Beim AL-KO Cup des SSV Ulm 1846 Fußball treten am 25. Februar prominente Ex-Profis an. Guido Buchwald beispielsweise.

Klingt vielversprechend. Für den AL-KO Cup, das Fußballturnier am 25. Februar (14.30 Uhr) in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena für Traditionsteams, hat sich Prominenz angekündigt. Beim SC Freiburg wird Richard Golz, der 453 Bundesligaspiele bestritten hat, im Tor stehen. Eintracht Frankfurt kommt mit dem ehemaligen FC-Bayern-Profi Norbert Nachtweih. 1860 München bringt Spieler wie Torhüter Simon Jentzsch und Michel Dinzey mit an die Donau. Und der Karlsruher SC kommt mit Rainer Krieg und Michael Wittwer.

Es geht aber noch prominenter. Dafür sorgt die Traditionsmannschaft des VfB Stuttgart. Der plant nicht nur mit dem früheren Nationalspieler Kevin Kuranyi, sondern bringt mit Thomas Hitzlsperger auch ein Vorstandsmitglied mit, der seit wenigen Tagen zudem das Nachwuchsleistungszentrum des VfB leitet. Nicht fehlen darf auch Weltmeister Guido Buchwald, den sie seit dem WM-Finale 1990 „Diego“ nennen, weil er in Rom dem Argentinier Diego Maradona während des gesamten Spieles keine Chance ließ.

Unsöld trifft auf Scharinger

Da muss sich der SSV Ulm 1846 Fußball, der in der Gruppenphase auf 1860 München und den VfB Stuttgart trifft, mächtig strecken. Solche Lorbeeren können die vom Ulmer AH-Teammanager Victor Lopes nominierten zwölf Spatzen nicht aufweisen. Von dem Team, das in der Saison 1999/2000 in der Bundesliga spielte, ist lediglich Oliver Unsöld dabei. Andere wie beispielsweise Helgi Kolvidsson (Co-Trainer der isländischen Nationalmannschaft) haben die Ulmer Anfragen negativ beschieden. Was nicht verwunderlich ist, schließlich ist ein großer Teil der damaligen Spatzen-Profis inzwischen als Trainer tätig und am 25. Februar wegen Punkt- oder Testspielen ihrer Klubs unabkömmlich. Eine Ausnahme macht Rainer Scharinger, der inzwischen Trainer beim badischen Verband ist und in Neu-Ulm im Trikot des Karlsruher SC auflaufen wird.

Öffentlich tritt die Ulmer Traditionsauswahl, für die außer Unsöld unter anderen (siehe Info) auch Markus Lösch und Publikumsliebling Andreas „Bobo“ Mayer auflaufen werden, nur selten in Erscheinung. Das heißt aber nicht, dass die einstigen Spatzen untätig sind. Regelmäßig dienstags trifft sich ein harter Kern zum Training. Wenn es gut läuft, kommt ein Spiel acht gegen acht zustande.

Chef der Ulmer Traditionsmannschaft ist Victor Lopes. Der Portugiese bestritt zwischen 1986 und 1988 69 Zweitliga-Begegnungen für den SSV 46, ehe er seine Karriere bei den damaligen Zweitligisten Fortuna Köln, beim FSV Mainz und später bei Eintracht Trier fortsetzte. Um nicht immer von seinem Wohnort Elchingen nach Stuttgart fahren zu müssen, um dort beim VfB in der AH spielen zu dürfen, reaktivierte er im vergangenen Sommer das Ulmer Traditionsteam. Die strengt sich momentan im Training besonders an, um am 20. Februar gegen die hochkarätige Konkurrenz eine gute Figur abzugeben.

Das Aufgebot der Spatzen-Traditionself

Zwölf Spieler stehen im Aufgebot der Traditionsmannschaft des SSV Ulm 1846 Fußball für den AL-KO Cup am 20. Februar in der Ratiopharm Arena. Neben Torhüter Marian Fedor sind dies die Feldspieler  Harald Häge, Bülent Haki, Hansjörg Honold, Teammanager Victor Lopes,  Markus Lösch, Andreas „Bobo“ Mayer, Torsten Menck, Chris Papadopoulos, Dieter Simon, Hans-Peter Steck und Oliver Unsöld. Tickets für diese Veranstaltung gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder bei www.ulmticket.de

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