Fußball Fußball-Stadtpokal: Das große Fest der Kleinen

Ulm / Jochen Baisch  13.07.2018
Mit Edin Mandzukic als neuem Organisator beginnt am Samstag die 49. Auflage des Fußball-Stadtpokals Ulm/Neu-Ulm. Auch wenn vieles beim alten bleibt, gibt es ein paar Neuerungen.

Das 49. Fußball-Turnier um den Pokal der Städte Ulm und Neu-Ulm präsentiert sich in diesem Sommer etwas anders als in den zurückliegenden Auflagen. Dieses große Fußball-Fest der etwas kleineren Klubs aus Ulm und Neu-Ulm, diesmal ausgetragen auf der Sportanlage des SC Unterweiler, steht unter neuer Turnierleitung. Wenn am Samstag (12.30 Uhr) der Startschuss für dieses Mammut-Turnier fällt, ertönt nicht mehr die vertraute Stimme des im Februar unerwartet verstorbenen Stadtpokal-Urgesteins Franz Häußler. Statt des Erbachers, der beim TSV Einsingen groß geworden war. schickt nun Edin Mandzukic, noch Vorstandsmitglied des bosnischen Klubs SV Ljilijan Ulm, die Mannschaften mit begleitenden Worten aufs Spielfeld.

Der 42-jährige Mechaniker tritt in große Fußstapfen. Franz Häußler, der 1992 den Stadtpokal vom Gründer Franz Werner übernommen und erfolgreich weitergeführt hatte, war ein großartiger Organisator. Doch Mandzukic ist zuversichtlich, sie ausfüllen zu können. Im Januar hatte er sich beim Hallenstadtpokal auf dem Kuhberg neben Häußler erstmals um die Belange dieses Turniers gekümmert.

Neues Logo kreiert

Um zu beweisen, dass neue Besen im Allgemeinen gut zu kehren pflegen, hat der neue Mann zusammen mit seinem Schwager Michael Paska ein neues Stadtpokal-Logo kreiert. Darauf sind die Embleme der 35 Klubs aus Ulm und Neu-Ulm samt deren Stadtkreisen zu einem bunten Kranz vereinigt.

35 Mannschaften machen aber diesmal in Unterweiler nicht mit. Der prominenteste Ausfall: Der SSV Ulm 1846 hat seine Bezirksliga-Mannschaft aufgelöst und fehlt ebenso wie Landesliga- Aufsteiger TSV Neu-Ulm, der einmal mehr dieser Veranstaltung die kalte Schulter zeigt. Überraschend fehlt auch der sonstige Dauer-Teilnehmer TSV Pfuhl, der unter neuer Abteilungsführung wohl andere Prioritäten in der Vorbereitung setzt.  Dafür ist erstmals der FKV Neu-Ulm aus der Kreisliga B dabei.

Von Samstag, 14. Juli, bis zum 28. Juli geht dieses Großturnier über die Bühne. Mandzukic, der gemeinsam mit dem Unterweiler Fußball-Chef Bernd Loser die Veranstaltung an den 14 Turniertagen lenkt, hat an dem  von Häußler ausgeklügelten und immer mehr perfektionierten Turnier-Modus nichts geändert. Die 28 Teilnehmer wurden in sieben  Vorrundengruppen aufgeteilt. Bis zum Sonntag, den 22. Juli, sind die Gruppenspiele abgeschlossen. Die sieben Gruppensieger und der beste Gruppenzweite kommen in die Zwischenrunde.  Das Viertelfinale wird am Dienstag, 24. Juli ausgespielt, die Halbfinals zwei Tage später. Das Endspiel ist für Samstag, den 28. Juli (17 Uhr) vorgesehen. Während die Gruppenspiele 60 Minuten dauern, geht das Finale, bei dem der Nachfolger der SSG Ulm 99 (zweimal in Folge Stadtpokal-Gewinner), ermittelt wird, über die normale Spielzeit.

Ein Novum in Unterweiler: Die ersten beiden Vorrundenspieltage am kommenden Wochenende sind wegen der anstehenden Finalspiele bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland drastisch eingedampft worden. So sind am Samstag ab 12.30 Uhr nur vier Spiele (bis 15.15 Uhr), am Sonntag ab 10.30 Uhr nur acht Begegnungen bis (15.45 Uhr) vorgesehen.

Der SC Unterweiler, der den Stadtpokal bereits 2004 ausgerichtet hat, hat  für den Stadtpokal-Gewinn 300 Euro und für Platz zwei 200 Euro ausgelobt. Übrigens: Der 50. Stadtpokal wird vom SV Eggingen ausgetragen, für den Hallenstadtpokal 2019 wird die TSG Söflingen verantwortlich sein.

Die Vorrundengruppen im Überblick

28 Teams, aufgeteilt in sieben Gruppen a vier Mannschaften, nehmen am Fußball-Stadtpokal teil.

Gruppe A: SC Unterweiler, SSG Ulm 99, ESC Ulm, SC Lehr.
Gruppe B: VfB Ulm, SV Mähringen, Türkspor Neu-Ulm, Leoes de Ulm/Neu-Ulm.

Gruppe C: TSG Söflingen, FC Burlafingen, TSV Einsingen, SV Eggingen.
Gruppe D: KKS Croatia Ulm, SV Ljilijan Ulm, FC Birumut Ulm, SV Jungingen.


Gruppe E: VfL Ulm, TV Wiblingen, SV Offenhausen, RSV Ermingen.
Gruppe F:  SV Thalfingen, SV Esperia Italia Neu-Ulm, FV Gerlenhofen, FC Srbija Ulm.

Gruppe G: TSF Ludwigsfeld, Türkgücü Ulm, FKV Neu-Ulm, Grimmelfingen.

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