Fußball Fußball-Kreisligist SpVgg Au: Auf dem Weg zu altem Glanz

Heilsbringer in Au: Reinhard Princz.
Heilsbringer in Au: Reinhard Princz. © Foto: Matthias Kessler
Au / dg 25.08.2018

Die glorreichen Zeiten sind schon lange Vergangenheit bei der SpVgg Au. 2002 war der Klub aus dem Illertisser Stadtteil sogar württembergischer Amateurmeister. Doch nach dem Rückzug des Hauptsponsors ging es  für den ehemaligen Oberligisten steil bergab. Unter Trainer Reinhard Princz setzt der Kreisliga A/Iller-Spitzenreiter nun wieder zum Höhenflug an – ohne die finanziellen Möglichkeiten wie damals in die Waagschale werfen zu können.

„Wir wollen die Mannschaft über Jahre zusammenhalten und nicht jede Saison fünf oder sechs Spieler auszutauschen“, betont der 64-jährige Rentner Princz. „Wenn du jedes Jahr eine Mannschaft neu formen musst, hast du keinen Erfolg.“ Wobei der Kader mit Akteuren mit höherklassiger Vergangenheit durchaus Begehrlichkeiten weckt.

Florian Steck und Wolfgang Erhard haben zu Oberligazeiten schon das Auer Trikot getragen. „Sie sind hier groß geworden und wollen dem Verein etwas zurückgeben“, sagt Princz. Und die Brüder Kai und Stefan Reinert, die aus der Juniorenabteilung hervorgegangen sind, haben mindestens Landesligaerfahrung vorzuweisen. Das gilt auch für Torwart Valentin Krimmel. Und demnächst für Neuzugang Marco de Benedictis (dessen Vertrag beim bayerischen Landesligisten FV Illertissen II nicht verlängert wurde, er hatte aber auch einen Kreuzbandriss). Seine Brüder Luca (ebenfalls Kreuzbandriss) und Nico spielen schon bei der SpVgg Au, die morgen (15 Uhr) zu Gast beim FV Altenstadt ist.

Zudem gelingt im Verein die Integration von Flüchtlingen. Die syrischen Brüder Abdulkarim und Mohamad Abdulmawla sowie das Trio Lamin Nomodon Drammeh, Dibba Waa und Ibrahim Barrow (alle Gambia) und weitere sechs Asylbewerber in der zweiten Garnitur sind aus dem Klubleben nicht mehr wegzudenken. Princz: „Die Jungs haben Spaß. Für mich gibt es nur Fußballer, egal wo sie herkommen.“

Bereits nach dem Einstieg von Princz im Januar 2018 als Nachfolger von Interimslösung Florian Steck, der Trainer Silvio Mikic letzte Saison bereits in der Hinrunde abgelöst hatte, begann die positive Entwicklung.  „Ich habe viel mit den Spielern geredet und klare Ansagen gemacht. Ich lasse ihnen aber auf dem Platz eine freie Hand. Mit diesem Kader musst du in der Liga vorne mitspielen“, stellt der Vöhringer Princz klar.

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