Der Meister der Kreisliga B1, SG Ersingen, spielte selten furiosen Offensivfußball (48:16 Tore). Die Mannschaft von Coach Marco di Martino kontrollierte dafür stets das Geschehen, hatte große Geduld und Ruhe. Und das ist es, was wohl den anderen Teams fehlte. Ab dem siebten Spieltag grüßte Ersingen von Tabellenplatz eins und verlor nur ein Mal.  Im vergangenen Jahr war das Team noch knapp mit Rang drei am Aufstiegsziel gescheitert. Dieses Mal passte alles. Sogar den Abgang von 21-Tore-Mann Robin Dürr (vor der Saison zum Verbandsligisten Olympia Laupheim) kompensierte Ersingen bravourös.

Mit nur einer Niederlage in der Rückrunde und 38 Treffern steht der TSV Allmendingen verdient auf Platz zwei. Mitverantwortlich für den Erfolg waren die beiden Neuzugänge Andre Demartin und Dominic Stoll, die sich direkt eingefügt haben. Im Gegensatz zur Hinrunde waren beinahe immer alle Spieler an Bord. Das half dem erfahrenen Trainer Harry Brobeil ungemein.

Brobeil will jetzt noch den indirekten Aufstieg klarmachen. Das Entscheidungsspiel gegen den FC Marchtal (Zweiter Kreisliga B2) findet am Freitagabend, 18.30 Uhr, bei der SG Ersingen statt. Die austragung bei der SG Öpfingen wurde gecancelt, denn dort fand bereits im vergangenen Jahr die erste Partie zum Kreisliga-A-Auftsieg statt.

Indes wurden bei Allmendingen die Weichen für die neue Saison gestellt. Brobeil zur Seite steht in der kommenden Spielzeit Torjäger Michel Lippmann. Der Angreifer soll einige Trainingseinheiten leiten. Dass er das hinkriegt, zeigte er in den vergangenen Jahren als Spielertrainer-Duo mit Sascha Wasner. „Mit ihm haben wir eine gute Lösung gefunden. Er kennt den Verein auswendig und übernimmt Verantwortung für den Verein“, erklärte Abteilungsleiter Branislav Babic.

Große Enttäuschung herrscht beim SSV Ehingen-Süd II. Als Tabellenvierte und trotz bester Offensive (78:40 Tore) verpasst die Verbandsliga-Reserve erneut das angestrebte Ziel Aufstieg. Damit sind die Kirchbierlinger in der kommenden Saison die einzige Mannschaft aus der Verbandsliga, deren „Zweite“ in der untersten Spielklasse gemeldet ist. Für den grandiosen Tabellenfünften der höchsten württembergischen Spielklasse eine schwierige Situation. In der kommenden Runde kann das Ziel nur lauten, einen erneuten (erfolgreichen) Anlauf zu nehmen. Auch der ehemalige Landesligist FC Schmiechtal hätte sich beim vierten Anlauf mehr erhofft. Nun reichte es nach dem 3:1-Sieg beim SV Granheim nur zu Rang drei in der Endabrechnung.

Den Schmiechenern taten vor allem die Niederlagen gegen den SV Niederhofen und SC Lauterach in der Hinrunde weh. „Die Niederlagen gegen Dettingen hingegen können passieren“, meinte FCS-Pressewart Matthias Reinhardt. In einer Liga, in der so viele Teams höhere Ziele verfolgen, traf es Schmiechtal dieses Mal besonders hart.