Im Fußballbezirk Donau/Iller wird an diesem Mittwoch mit dem Viertelfinale im Bezirkspokal die abgebrochene Saison fortgesetzt. Obwohl die ausstehenden Partien inklusive dem Finale am 1. August wegen der Corona-Pandemie mit Einschränkungen stattfinden, begrüßt der Bezirksvorsitzende Manfred Merkle den Re-Start ausdrücklich.

Herr Merkle, wie blicken Sie auf die Rückkehr zum Spielbetrieb? Wie stehen Sie zu diesem Entscheid?

Manfred Merkle: Ich sehe den Re-Start positiv und die anstehenden Spiele im Bezirkspokal als Testlauf für die im September hoffentlich beginnende neue Punktspielsaison. Den Pokalwettbewerb sportlich zu Ende zu spielen, war unser gemeinsames Interesse.

Was überwiegt denn nach der Entscheidung jetzt: Erleichterung oder das Gefühl, da kommen riesige Herausforderungen auf die Vereine zu?

Es sind zweifellos große Herausforderungen für die Vereine unter diesen Bedingungen einen Spielbetrieb zu organisieren und durchzuführen. Jetzt wird man sehen, ob die Vereine die Vorgaben von Politik und Sportverbänden überhaupt umsetzen können und die Durchführung eines vernünftigen Fußballspiels möglich ist.

Ist unter den derzeitigen Bedingungen überhaupt ein fairer Wettbewerb möglich? Die Teams starten fast ohne Vorbereitung, zudem sind sie unterschiedlich lange wieder im Mannschaftstraining.

Als Problem sehe ich, dass wir unterschiedliche Voraussetzungen in Württemberg und Bayern haben. Dass die bayerischen Vereine zwar trainieren aber noch keine Spiele durchführen können, sehe ich als Nachteil.

Wie sehen die Handlungsempfehlungen aus? Sehen Sie die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme als erfüllt an?

Ich hoffe, dass es ab August für alle Vereine im Bezirk gleiche Voraussetzungen gibt und ein Start unter gleichen Bedingungen möglich ist. Ziel ist ein vernünftiger Saisonstart unter gleichen Bedingungen.

Welche Auswirkungen hat die aktuelle Krise auf den Fußball im Bezirk? Die Fans fühlen sich doch ausgeschlossen.

Mit den Zuschauern finde ich das problematisch. Im Moment sind nur 100 Zuschauer zugelassen. Wie die Vereine damit umgehen, um das zu bewerkstelligen, wird man sehen.

Wie gehen Sie allgemein mit der aktuellen Situation um. Macht Corona Ihnen Angst?

Angst nicht, Sorgen ja. Weil ich Bedenken habe, ob wir die Verbandsrunde tatsächlich vernünftig zu Ende spielen können, wenn zum Beispiel Vereine ausfallen oder eine zweite Welle kommen sollte.

Nur noch drei Viertelfinal-Partien werden ausgespielt


Personalnot Die für Dienstag geplante Partie des Kreisliga-A-Aufsteigers FC Blaubeuren II gegen Türkspor Neu-Ulm II wurde vom FC Blaubeuren wegen Personalmangels abgesagt. Daher wird die Partie mit 3:0 für Türkspor Neu-Ulm II gewertet, das somit im Halbfinale steht.

Volles Programm Allerdings hat der FC Blaubeuren noch ein zweites Eisen im Feuer: Die Bezirksliga-Mannschaft bestreitet an diesem Mittwoch um 18.30 Uhr das Heimspiel gegen den Landesliga-Aufsteiger SSG Ulm 99. Zeitgleich stehen sich der SV Jungingen und SC Staig im Bezirksliga-Duell gegenüber. Der TSV Buch II empfängt den FV Weißenhorn ebenfalls um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz im baden-württembergischen Balzheim.

Titel-Entscheidung Die Halbfinal-Begegnungen, die exakt eine Woche später angesetzt sind, wurden ebenfalls schon ausgelost: Türkspor Neu- Ulm II gegen den Sieger aus SV Jungingen/SC Staig sowie Sieger aus TSV Buch II/FV Weißenhorn gegen Sieger aus  FC Blaubeuren/SSG Ulm 99. Das Finale soll am Samstag, 1. August, stattfinden. Der Austragungsort ist noch offen.