Fußball-Regionalliga Für den Spatzen-Trainer schließt sich ein kleiner Kreis

Seine Kommandos kommen bei den Spatzen wohl an: Trainer Tobias Flitsch zieht eine ordentliche Zwischenbilanz.
Seine Kommandos kommen bei den Spatzen wohl an: Trainer Tobias Flitsch zieht eine ordentliche Zwischenbilanz. © Foto: Eibner
Winfried Vogler 09.12.2017

Mit 24 Punkten nach 21 Saisonspielen auf Tabellenplatz elf: Das ist ausbaufähig und kann mit einem Dreier im heutigen Heimspiel (14 Uhr) gegen den Tabellenvorletzten TSV Schott Mainz noch auf 27 Zähler und dem Sprung auf Rang zehn verbessert werden. Keine Frage: Der SSV Ulm 1846 Fußball hat eine passable Aufholjagd in seiner zweiten Regionalligasaison hingelegt.

Daran ändern auch die drei Niederlagen in den letzten vier Spielen nichts.  Nach einem katastrophalen Saisonbeginn mit acht sieglosen Partien folgte eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage, die am letzten Hinrunden-Spieltag mit dem 0:1 bei Waldhof Mannheim zu Ende ging. Für Tobias Flitsch ist es am Samstag die 19. Ligapartie als verantwortlicher Trainer der Spatzen, nachdem er am vierten Spieltag – gegen Schott Mainz (1:1) – als Nachfolger von Stephan Baierl erstmals verantwortlich an der Seitenlinie gestanden hatte. „Ich finde, dass insgesamt alles ziemlich gut gelaufen ist. Wir haben uns von den Abstiegsrängen abgesetzt und befinden uns auf einem guten Weg“, bilanziert der 38-Jährige, der freilich einräumt: „Mit sechs Punkten mehr wäre ich zufriedener.“

Zum Vergleich: In der vergangenen Saison ging der SSV 46 mit stolzen 36 Punkten in die Winterpause. Nach neun Unentschieden im bisherigen Saisonverlauf sind die Spatzen zum Remis-König der Liga avanciert. Es gebe allerdings noch viele Themen zu verbessern, verdeutlicht der SSV-Coach. Zu Beginn seines Wirkens hatte die Mannschaft im Spiel nach starkem Start und häufiger Führung oft einen Bruch im Spiel. Dieses Defizit war zuletzt nicht mehr zu erkennen. Die zurückliegenden Auftritte gegen die Spitzenteams waren mindestens auf Augenhöhe, dafür waren die Niederlagen umso ärgerlicher.  „Das nervt uns alle immer noch. Schon auch richtig, dass da etwas Wut auf das Spiel gegen Mainz entsteht“, sagt Flitsch.

Doch es gibt auch Dinge, die der Trainer positiv anmerkt: „Man sieht, dass wir gegen die Spitzenteams inzwischen agieren und nicht nur reagieren.“ Auch bei der Aktivität seien Fortschritte erzielt worden. „Wir haben uns defensiv weiterentwickelt und stabilisiert.“

 Doch er mahnt: „Das ist nicht konstant. Wir müssen uns das jede Woche, jeden Tag neu erarbeiten und wollen uns steigern.“ Im heutigen Heimspiel bietet sich dafür zum letzten Mal in diesem Jahr die Chance. Unabhängig vom Ausgang sei das Ziel in dieser Saison der Klassenerhalt, versichert Lutz Siebrecht. „Das ist das Einzige, was zählt.“ Festzuhalten ist für den Sportliche Leiter: Der SSV 46 ist auf dem richtigen Weg.

Der 50-Jährige denkt da an die verbesserte Infrastruktur, das um Athletiktrainer Sebastian Schulz erweiterte Trainerteam mit Sven Ackermann (Co-Trainer) und Guido Zawichowski (Torwarttrainer), der medizinischen Abteilung mit Vereinsarzt Dr. Christoph Buck und  den Physiotherapeuten Tim Gulde und Roland Busch sowie dem gesamten Betreuerstab. „Da haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht“, betont Siebrecht stolz.

Mit einem Sieg will sich die Mannschaft auf die abendliche weihnachtliche Abschlussfeier in den Räumen von Sponsor SWU genauso einstimmen wie auf ein hoffentlich – vor allem aus sportlicher Sicht - erfolgreicheres Jahr 2018.

So wollen sie heute antreten

SSV Ulm 1846 Fußball – TSV Schott Mainz

Heute, 14 Uhr, Donaustadion

SSV 46: Betz – Bradara, Reichert, Schindele, Nierichlo (Kammerbauer) – Kienle, Morina, Celiktas (Sauter), Bagceci – Rathgeber, Braig.