Frauen-Fußball-Relegation: Holzheim scheitert an Ruit

MATTHIAS JEDELE 20.06.2016
Eine bittere 0:2-Niederlage im entscheidenden Relegationsspiel gegen den TB Ruit besiegelte die Holzheimer Aufstiegsträume zur Regionenliga (3). 

Vor der tollen Kulisse von 350 Zuschauern auf dem Sportgelände des TSV Holzheim waren die Gastgeberinnen von Beginn an die tonangebende Mannschaft. Dank einer überragenden TSV-Spielführerin Kristina Riesenegger hatte Holzheim das Geschehen eigentlich im Griff. Mit dem ersten Angriff der Gäste kam dann allerdings die frühe kalte Dusche. Holzheim konnte Ruits Vanessa Raff auf der rechten Abwehrseite nicht vom flanken abhalten und so köpfte Katrin Zappe den Regionenligisten bereits nach acht gespielten Minuten in Führung. Im Gegenzug verpasste Holzheim den Ausgleich nur knapp. Judith Lörbert  brachte das Spielgerät gefährlich vor das Gästetor und Yvonne Kessler traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Fortan spielten nur die TSV-Damen. Kristina Riesenegger verpasste mit einem Lattentreffer (32.) und Lea Krill  mit einer Direktabnahme jedoch den verdienten Ausgleichstreffer (43.).

Im zweiten Durchgang blieben die Gastgeberinnen bemüht. Gegen ganz tief stehende Gäste konnten jedoch keine großen TSV-Torchancen mehr verzeichnet werden. „Wir hatten mehr Spielanteile und die besseren Torchancen. Daher kann ich meiner Mannschaft nur ein ganz großes Lob für die gezeigte Leistung attestieren. Am Ende war der finale Pass immer etwas zu ungenau“, so ein, trotz der Niederlage, stolzer TSV-Trainer Carsten Schuster, der ab kommender Saison die Geschicke der zweiten Herrenmannschaft des TSV Holzheim lenken wird. „Ich bin froh, weiterhin Teil dieses geilen Vereins bleiben zu können“, so Schuster weiter, der dabei auf die tolle Fan-Unterstützung der Holzheimer Männer anspielte. Über die gesamten 90 Minuten machte die erste und zweite Mannschaft des TSV mit Trommeln und Klatschpappen kräftig Stimmung und unterstützten ihre Mädels vorbildlich.

Gästetrainer Dragan Seehas war überglücklich:„Das frühe Tor hat uns natürlich sehr geholfen, da wir gegen Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit enorm unter Druck waren. Hinten raus haben wir es dann verpasst, den Sack früher zuzumachen.“