Fußball FC Blaubeuren gewinnt den Bezirkspokal

Nach einem heißen Pokalfight durfte gestern Nachmittag der FC Blaubeuren jubeln.
Nach einem heißen Pokalfight durfte gestern Nachmittag der FC Blaubeuren jubeln. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Arnegg / Detlef Groninger 01.06.2018

Eine Zusatzschicht war nötig, um bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Platz in Arnegg den Sieger im Finale um den Fußball-Bezirkspokal zu ermitteln. Erst in der Verlängerung setzte sich der FC Blaubeuren mit 4:2 (2:2, 1:1) in einem Bezirksliga-Duell gegen den SC Türkgücü Ulm durch.

„Wer nach der regulären Spielzeit den ersten Treffer erzielt, gewinnt“, hatte Riza Ulusoy, neben Spielertrainer Rosario Lentini vermutet. Und prompt brachte der eingewechselte Pawel Lukasik (101.) den FC auf die Siegerstraße. Dabei hatte Lukasik nach seinem Muskelfaserriss erst eine Trainingseinheit in den Beinen. „Das hat zu lange gedauert, bis wir den Erfolg sicher hatten“, gestand Blaubeurens Trainer Goran Djukanovic nach der Entscheidung zum 4:2 durch ein Eigentor von Hikmet Turan (110.). Eben Lukasik (88.) hätte den Sack schon in der regulären Spielzeit zumachen können. Doch vor dem leeren Tor brachte er das Kunststück fertig, den Ball neben das Gehäuse zu stolpern.

Ulm kämpferisch stark

Zuvor hatte Blaubeuren mehr Spielanteile, ließ aber sehr gute Möglichkeiten liegen. Die aufopferungsvoll kämpfenden Ulmer konnten die Partie nach Treffern von Carlos Geric (26.) und Turan (54.) und den Gegentoren von Rafal Czerwinski (30.) und Gaetano Gaudio (51.) offen gestalten und hatten durch Mauro Macchia selbst Gelegenheiten, die Partie für sich zu entscheiden. „Kein Vorwurf an die Mannschaft. Sie hat alles gegeben“, bilanzierte Ulusoy, dessen Zukunft noch offen ist. „Ich habe meine Vorstellungen der Vorstandschaft mitgeteilt. Dabei geht es um das Drumherum und das Organisatorische.“ Nächste Woche sollen Fakten geschaffen werden.

Das gilt auch in Sachen Kaderplanung beim ambitionierten FC Blaubeuren. „Der Pokalsieg ist eine gute Motivation für die nächste Saison. Da wollen wir angreifen“, kündigt Djukanovic an. So werden demnächst drei Akteure aus Serbien mit einer Vergangenheit in der dritten und ersten Liga zum Probetraining erscheinen. Zudem kommen drei Talente von den A-Junioren des TSV Blaubeuren und des TSV Blaustein. „Wir wollen auch etwas mit jüngeren Spielern aufbauen. Das ist für die Zukunft unsere erste Wahl“, ergänzt Djukanovic.

Sowohl Blaubeuren als auch Türkgücü Ulm werden wohl in der ersten überregionalen Runde um den Pokal des Württembergischen Fußball-Verbandes vertreten sein. Das hat José Macias vom WFV-Spielbetrieb angekündigt.

Das Endspiel im Stenogramm

SC Türkgücü Ulm – FC Blaubeuren
n.V. 2:4 (2:2, 1:1)

Ulm: Aras – Akdogan, Imeri, Turan, Gelzer – Tubal (63. Köroglu), Gündüz, Weibler, Moscatello (112. Hassan Shebo) – Geric (83. Altundas), Macchia.
Blaubeuren: Balan – Giesa (112. Livadariu), Haxhijaj, Bolechowski, Jacak – Boldea, Gaudio (84. Lukasik), Kesmer, Strzelec – Vasiljevic, R. Czerwinski (114. Kubukcu).
Tore: 1:0 Geric (26.), 1:1 R. Czerwinski (30.), 1:2 Gaudio (51.), 2:2 Turan (54.), 2:3 Lukasik (101.), 2:4 Turan (110., Eigentor). – Schiedsrichter: Grünwald (Vöhringen). – Zuschauer: 500.

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