Fußball-Bezirk Ein halbes Tor pro Spiel als Minusrekord

Der Sportfreunde-Kapitän: Florian Fuchs.
Der Sportfreunde-Kapitän: Florian Fuchs. © Foto: Volkmar Könneke
Detlef Groninger 13.10.2018

Die SF Illerrieden mit Mannschaftskapitän Florian Fuchs haben extreme Ladehemmung. Mit nur fünf Treffern in elf Spielen weist das Schlusslicht der Fußball-Kreisliga A Staffel Iller den mit Abstand schlechtesten Wert in der Region auf. Und selbst nach nur einem Punkt schrillen bei dem Ex-Bezirksligisten, 2014/2015 noch in der Beletage des Bezirks, nicht die Alarmglocken. „Es sieht zwar recht dunkel aus. Ich bin aber optimistisch aufgrund der positiven Entwicklung in den letzten Wochen“, sagt Fuchs.

Für den Defensiv-Allrounder im Kader kam der schleichende Absturz der vergangenen Jahre nicht gerade überraschend: „Wir haben immer verpasst, neue junge Spieler frühzeitig an die Aufgabe heranzuführen.“ Talente wurden ins kalte Wasser geworfen. Fuchs: „Wir sind dann immer relativ schlecht gestartet.“ Und als der Kahn zu kentern drohte, wurden erfahrene Kicker wie Sven Biberacher, Oliver Wührl und Timo Schrötter wieder aus dem fußballerischen Ruhestand geholt. Mit den Routiniers gelang es dann jedes Mal den sportlichen Totalschaden mit dem Abstieg ins Niemandsland der Kreisliga B zu verhindern. Ob auch in dieser Saison nach diesem letzten Strohhalm gegriffen wird, ist noch nicht entschieden.

Wobei immerhin noch acht Akteure an Bord sind, die die letzte kurze Ära in der Bezirksliga mitgemacht haben. Dazu zählen auch Tobias Brugger und Andreas Marte, die beiden Top-Torjäger. Das Duo stand aber verletzungsbedingt in dieser Saison noch nicht auf dem Feld, ist aber bereits wieder ins Training eingestiegen. Ein weiterer Stammspieler fällt noch mindestens für ein halbes Jahr aus: Außenverteidiger Sandro Seeberger (Kreuzbandriss). „Wir haben für die erste Mannschaft eigentlich einen Kader von nur zwölf Kickern. Danach muss mit Zweitmannschafts-Spielern aufgefüllt werden. Eventuell haben wir diese Spieler nicht so gefordert, um sie an die Erste heranzuführen. Dazu fehlen uns aber auch die Spielertypen“, sagt Maschinenbauingenieur Fuchs. „Auf dem Platz versucht jeder, seine Fehler zu minimieren und kann seinem Teamkameraden nicht helfen.“

Der neue Trainer Bülent Haki (zuletzt Co-Trainer SSV Ulm 1846 Fußball II) muss nun versuchen, zu retten, was noch zu retten ist. Zumal seine Vorgänger als Spielertrainerduo mit Neno Mrden und Markus Schmid in der Vorsaison selbst noch auf dem Spielfeld zur Qualitätssteigerung beigetragen haben. „Bülent weiß, worauf er sich eingelassen hat. Er versucht uns so viel wie möglich mitzugeben. Mit 25 Spielern ist auch eine sehr gute Trainingsbeteiligung vorhanden“, lobt SF-Eigengewächs Florian Fuchs, der im Teilort Dorndorf wohnt. Er weiß, was die Stunde vor dem Kellerduell morgen (15 Uhr) gegen den TSV Senden geschlagen hat. Fuchs: „Auch wenn die Chance auf den direkten Klassenerhalt wohl nur 33 Prozent beträgt, geben wir uns nicht auf. Allen ist der Ernst der Lage bewusst.“

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