Fußball Doppelter Max

Max Rieck.
Max Rieck. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Westerheim/Ulm / Winfried Vogler 03.11.2018

Mehr Spitzenspiel geht nicht. Der TSV Bermaringen (30 Punkte) und der punktgleiche SV Westerheim dominieren die Fußball-Kreisliga A/Alb. Beide Klubs belegen nach 13 Spieltagen die Plätze eins und zwei. Am Sonntag (14.30 Uhr) treffen beide aufeinander – allerdings nicht in Westerheim, weil da der Rasenplatz renoviert wird, sondern im Ausweichquartier in Donstetten.

„Die Vorfreude ist riesig, wir sind heiß“, bekennt Westerheims Mittelfeldmann Max Rieck, der die Zielsetzung Aufstieg für die Mannschaft von Trainer Frank Klingler klar formuliert. Logische Konsequenz, nach den Platzierungen Vierter, Vierter, Dritter, Dritter in den letzten vier Jahren.

Der 24-jährige Rieck erlebt eine turbulente Woche. Am vergangenen Dienstag noch als O-Ton-Sammler im Ulmer Donaustadion unterwegs, morgen dann möglicherweise als Westerheimer  Punktehamsterer. Als Leiter Medien und Kommunikation beim SSV Ulm 1846 Fußball war Rieck beim DFB-Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf vor allem nach dem Abpfiff auf der Hatz nach Interviewfetzen. Für die Fernsehteams von Sky und ARD sowie zahlreiche Rundfunkanstalten war er der Mann, der die gewünschten Ulmer Gesprächspartner vor Kameras und Mikrofone schleppte.

Nach Abschluss seines Studiums für Sport- und Eventmanagement gehört Rieck seit dieser Saison zu den hauptamtlichen Mitarbeitern beim SSV 46.„Das war brutal stressig aber auch aufregend“, blickt er auf die letzten Wochen zurück.

Trotz Fulltime-Job beim Regionalligisten ist Rieck weiter im zentralen defensiven Mittelfeld seines Heimatvereins unterwegs. „Wir haben eine brutal junge Mannschaft mit vielen Spielern aus der eigenen Jugend, die alle eine gute Entwicklung hinter sich haben“, betont Rieck.

Jugendarbeit wird groß geschrieben beim SVW. Aktuell spielen die B-Junioren in der Verbandsstaffel Süd. Rieck selbst spielte bis auf ein halbes Jahr in der A-Jugend des SSV 46 schon immer beim SV Westerheim. Trainer Frank Klingler, der 2016 kam und davor mit dem SV Zainingen in die Bezirksliga aufgestiegen ist, soll dies nun wiederholen. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga 2013 wurde eine Verjüngungskur beim SV Westerheim eingeleitet, der 1991 unter dem legendären Trainer Srecko Boskovic ein Jahr in der Landesliga gespielt hat. Damals war Max Riecks Vater dabei. Für den Sohn wäre der Sprung in die Bezirksliga längst an der Zeit. Ein Sieg morgen wäre ein wegweisender Schritt dahin.

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