Regionalliga Die Spatzen zu Gast beim Überflieger 1. FC Saarbrücken

Strebsam, agil, voller Körperspannung. So dynamisch wie in dieser Szene des vergangenen Heimspiels gegen Eintracht Stadtallendorf wollen die Fans des SSV Ulm 1846 Stürmer David Braig auch morgen in Völklingen gegen den 1. FC Saarbrücken sehen.
Strebsam, agil, voller Körperspannung. So dynamisch wie in dieser Szene des vergangenen Heimspiels gegen Eintracht Stadtallendorf wollen die Fans des SSV Ulm 1846 Stürmer David Braig auch morgen in Völklingen gegen den 1. FC Saarbrücken sehen. © Foto: Könneke
Ulm / Gerold Knehr 17.11.2017
Der 1. FC Saarbrücken ist der Überflieger der Regionalliga Südwest. Am Samstag tritt der SSV Ulm 1846 Fußball beim Spitzenreiter an. Das Verletzungslazarett bei den Spatzen lichtet sich.

Er  ist souveräner Tabellenführer der Regionalliga Südwest, hat fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Kickers Offenbach und neun auf den ersten Nicht-Relegations-Platz. Er hat 46 Tore erzielt, zehn mehr als die zweittorgefährlichste Mannschaft der Liga (Kickers Offenbach), und nur 13 Gegentreffer kassiert – auch das ist ein eindeutiger Ligarekord. Mit Patrick Schmidt (14 Saisontreffer) und Kevin Behrens (13) hat der Tabellenführer gleich zwei gefährliche Torjäger in seinen Reihen. Kurzum: Der 1. FC Saarbrücken, der am Samstag (14 Uhr) im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion den SSV Ulm 1846 Fußball erwartet, ist das herausragende Team der Regionalliga.

„So gesehen ist dies das einfachste Spiel der Saison“, sagt Ulms Trainer Tobias Flitsch vor dieser überaus anspruchsvollen Aufgabe im Saarland, bei der, realistisch betrachtet, kaum etwas rausspringen kann für die Spatzen und bei der die Erwartungen so gering sind wie in keinem anderen Saisonspiel. Schon zum Auftakt dieser Runde am ersten Spieltag hatte der FCS beim 4:1 im Donaustadion seine Spielstärke demonstriert. „Das Spiel hätte auch 6:1 oder 7:1 enden können“, erinnert sich Flitsch, der damals noch als Co-Trainer auf der Bank saß. Zuletzt hat der 1. FCS eine Serie von 13 ungeschlagenen Punktspielen in Folge hingelegt und aus den letzten acht Begegnungen 22 der maximal möglichen 24 Punkte geholt.

Doch das Schöne am Sport und speziell im Fußball ist, dass eine Überraschung jederzeit möglich ist. Vor einer Woche haben die Spatzen beim 0:1 beim Tabellendritten SV Waldhof Mannheim eine gute Figur abgegeben.   Und das, obwohl sie arg ersatzgeschwächt in die Begegnung gegangen waren.

Mittlerweile hat sich das Lazarett deutlich gelichtet. Kapitän Florian Krebs trainiert nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder ohne Beschwerden, „ihm hat die Pause sehr gut getan“, glaubt Flitsch. Alper Bagceci ist wieder gesund, Luca Graciotti hat sich bereits in Mannheim wieder mit einem Kurzeinsatz zurückgemeldet, und auch Steffen Kienle ist wieder einsatzfähig, wenngleich vermutlich noch nicht für die kompletten 90 Minuten. Erstmals wieder im Mannschaftstraining war auch Michael Schindele. Für den Innenverteidiger kommt ein Einsatz allerdings wohl noch zu früh.

„Wir haben in jedem Spiel die Chance zu punkten, wenn wir den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen“, wirft Flitsch die Flinte nicht von vorneherein ins Korn. Lutz Siebrecht, der Sportliche Leiter, weiß aber auch: „Die Saarbrücker könnten in dieser Besetzung auch in der dritten Liga gut mitspielen.“ Wer will ihm angesichts der bisherigen Bilanz widersprechen?

Sponsern und Spaß haben

Das nächste Treffen für die Sponsoren des SSV Ulm 1846 Fußball findet am Dienstag um 18 Uhr statt. Gastgeber ist das Unternehmen Ecodrom, das ebenfalls zum Sponsorenkreis zählt und in der Indu­striestraße 4 Neu-Ulm laut eigenen Angaben die „innovativste Indoor-Kartbahn Deutschlands“ betreibt. Auf der zweistöckigen Strecke können sich die Gäste auf Elektro-Karts Rennen um die Pole-Position liefern. gek

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