Ulm 1:1 beim SV Elversberg: Spatzen warten weiter auf einen Sieg

Brian Gaul (SV Elversberg) wird verfolgt von Florian Krebs vom SSV Ulm.
Brian Gaul (SV Elversberg) wird verfolgt von Florian Krebs vom SSV Ulm. © Foto: Peter Franz /Eibner-Pressefoto
Ulm / Winfried Vogler 16.09.2017
Der SSV Ulm 1846 Fußball schaffte am Samstagnachmittag ein 1:1 gegen den SV Elversberg.

Gemischte Gefühle beim SSV Ulm 1846 Fußball nach dem 1:1 (1:0) beim amtierenden Meister der Regionalliga, SV Elversberg. Die Spatzen warten seit nun schon seit acht Spielen auf einen Sieg. "Aber wir haben gezeigt, dass die Moral stimmt" sagte Torschütze Florian Krebs.

Der Kapitän, der erstmals in dieser Saison wieder auf dem Platz stand, erzielte in der 81. Minute den Ulmer Ausgleich, als er eine Kopfballvorlage von Steffen Kienle ebenfalls mit dem Kopf ins Netz wuchtete. Weil die Defensive einmal nicht aufpasste, geriet der SSV nach einer halben Stunde in Rückstand. Auf der rechten Abwehrseite kamen die Platzherren zum Flanken und im Strafraum stand Kevin Koffi fahrlässig frei. Der Elversberger nahm das Spielgerät in der Drehung an und donnerte es unhaltbar für Torhüter Holger Betz ins lange Eck.

Elversberg übernahm Initiative

Gebetsmühlenartig hatte Trainer Tobias Flitsch in den vergangenen Tagen mehr Konzentration im Abwehrbereich eingefordert und seine Elf in dieser Partie dann auch mit einer defensiven Taktik aufs Feld beordert. Johannes Reichert und Christian Sauter sollten als Doppelsechs den Abwehrverbund stärken. Neben Krebs rückte Luca Graciotti in die Anfangsformation. Dafür musste gegenüber dem Heimspiel vor einer Woche gegen Hessen Kassel Volker Celiktas auf der Bank Platz nehmen, Marcel Schmidts hatte die Reise ins Saarland erst gar nicht angetreten.

Die Hausherren übernahmen wie erwartet die Initiative. „Wir haben eine sehr durchwachsene Darbietung geboten“, sah Trainer Karsten Neitzel aber einige Defizite bei seiner Mannschaft. Mit der ersten nennenswerten Möglichkeit gelang den Einheimischen trotzdem die Führung vor der Pause. Aus der kamen die Ulmer weitaus tatendurstiger.

Belohnung für engagiertes Auftreten

Zwar musste Torhüter Betz bei einem Schuss von Florian Bichler (49.) reaktionsschnell eingreifen, doch dann bestimmte der SSV 46 immer mehr das Geschehen von 1150 Zuschauern in der Ursaphamarena an der Kaiserlinde. David Braig (53.) mit einem Schuss aus der Drehung und Steffen Kienle mit einem Kopfball an den Außenpfosten vergaben den möglichen Ausgleich. Trainer Flitsch nahm in der 70. Spielminute zwei Wechsel vor und setzte mit Ardian Morina und Alper Bagceci für Thomas Rathgeber und Graciotti auf mehr Offensive.

Die Rechnung ging auf: Der Ausgleich von Kapitän Krebs war die verdiente Belohnung für das engagierte Auftreten im zweiten Durchgang. Bei einem Konter durch Morina wäre fast noch der Siegtreffer möglich gewesen, doch die Aktion wurde zu zaghaft abgeschlossen. Trainer Flitsch, war schließlich zufrieden – und gleichzeitig auch ein wenig enttäuscht. "Wir haben das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten", sagte der 37-Jährige, „meine Mannschaft hat diszipliniert agiert, nie die Grundordnung verloren und eine tolle Moral gezeigt." Am Ende waren die Spatzen so was wie der gefühlte Sieger. Der Haken: Das Ende der Sieglosserie konnte freilich nicht gestoppt werden.

Fakten zum Spiel:
Aufstellung der Spatzen: Betz – Bradara, Krebs, Schindele, Kammerbauer – Reichert, Sauter (79. Sapina) - Kienle, Rathgeber (70. Morina), Graciotti (70. Bagceci) – Braig
Tore: 1:0 Koffi (33.), 1:1 Krebs (81.)
Gelbe Karten: Kofler, Salem – Betz, Braig
Gelb-Rot: Kammerbauer (89.)
Schiedsrichter: Weickenmeier (Frankfurt)
Zuschauer: 1150

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Im Interview vor dem Spiel hatte Kapitän Florian Krebs über die aktuelle Situation des SSV und seine mögliche Rückkehr auf den Platz gesprochen. Hier lesen Sie mehr...

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