Der VfB Stuttgart kann auf ein sehr erfolgreiches Wochenende zurückblicken. Die Bundesliga-Profis haben Eintracht Frankfurt mit 1:0 besiegt. Und die Traditionsmannschaft der Roten haben die dritte Auflage des AL-KO Cup in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena gewonnen. Im Finale setzten sich die VfB-Oldies mit 3:1 gegen die „alten“ Löwen von 1860 München durch.

In der ersten Halbzeit hielten sich die Akteure mit Toreschießen noch zurück. Dann machten Roberto Pinto, Kevin Kuranyi und Silvio Meißner schnell alles klar für Stuttgart.

Während beim Karlsruher SC der angekündigte Ex-Spatz Rainer Scharinger fehlte, war der VfB Stuttgart mit all seinen angekündigten Alt-Stars angetreten. Guido Buchwald, Thomas Hitzlsperger, der zum besten Spieler des Turniers gewählte Cacau, Maurizio Gaudino – sie alle hatten gestern viel Spaß.

Hitzlsperger mit Muskelfaserriss

Buchwald durfte sich an der Donau sogar an das WM-Finale 1990 in Rom erinnert fühlen. Im Publikum saß ein Double von Diego Maradona, den der „schwäbische Diego“ im WM-Endspiel nicht zur Entfaltung hatte kommen lassen.  „Der ist öfter dabei, wenn wir solche Spiele machen“, klärte Buchwald auf. In diesem Winter waren die VfB-Legenden bislang noch nicht in der Halle aktiv gewesen und hatten sich auch nicht speziell für den AL-KO Cup vorbereitet.  „Wir spielen lieber und öfter im Freien“, sagte Buchwald.

Für VfB-Präsidiumsmitglied Hitzlsperger war das Turnier allerdings schnell vorbei. Der Ex-Nationalspieler, jetzt auch Leiter des VfB-Leistungsnachwuchszentrums, zog sich im zweiten Gruppenspiel einen Muskelfaserriss zu. Christoph Buck, Mannschaftsarzt der Spatzen, war zwar nicht in offizieller Mission in der Arena. Aber natürlich bot Buck sofort seine Hilfe an, organisierte Eis. Dann machte sich Hitzlsperger alleine auf den Weg zurück nach Stuttgart. Das war gestern die schwerste Verletzung. Einige Schürfwunden gab´s noch, auch, weil der Kunstrasen sehr stumpf war.

  Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ Buchwald im Gruppenspiel gegen den SSV Ulm 1846 Fußball, bei Oliver Unsöld. Buchwalds harter Blattschuss landete im Gesicht des Ex-Spatzen. Der schüttelte sich kurz und rief dem VfB-Mann zu: „Hey, Weltmeister, ich dachte, du könntest besser zielen.“

Die Spatzen waren im Gruppenspiel gegen den VfB durch einen Treffer von „Bobo“ Mayer in Führung gegangen. „Danach hatten wir uns mehr erhofft“, sagte Victor Lopes, der spielende Teammanager der Spatzen. Am Ende mussten sich die Ulmer dem VfB mit 2:4 und im zweiten Gruppenspiel 1860 München mit 3:6 geschlagen geben. Außer dem zweifachen Torschützen Mayer trafen Chris Papadopoulos, Marcus Lösch und Hans-Peter Steck.

  Für Veranstalter Nils Janzen von der Agentur Onside war die dritte Auflage des AL-KO Cups ein dickes Minusgeschäft. „Ich hatte gedacht, dass Ulm und Neu-Ulm sportbegeisterte Städte sind“, sagte er angesichts der nur 1100 Zuschauer in der nicht einmal zu einem Fünftel gefüllten Ratiopharm-Arena. „Eine vierte Auflage kann ich mir  kaum vorstellen. Wahrscheinlich schließen wir dieses Kapitel“ sagt Janzen. Der SSV Ulm 1846 Fußball als Mitveranstalter ist finanziell aus dem Schneider. „Wir waren finanziell nicht beteiligt“, versicherte Sportvorstand Anton Gugelfuß.

Gruppe A
Eintracht Frankfurt – Karlsruher SC 4:6

SC Freiburg –  Eintracht Frankfurt 1:3

Karlsruher SC  – SC Freiburg 5:6

Tabelle: 1. Karlsruhe 11:10 Tore/3 Punkte, 2. Frankfurt 7:7/3, 3. Freiburg 6:9/3.

Gruppe B

VfB Stuttgart – SSV Ulm 1846 4:2

TSV 1860 München – VfB Stuttgart 3:1
SSV Ulm 1846  - TSV 1860 München 3:6

Tabelle: 1. 1860 München 9:4 Tore/6 Punkte, 2. VfB Stuttgart 5:5/3, 3. SSV Ulm 1846 5:10/0

Halbfinale

Karlsruher SC – VfB Stuttgart 3:6

Eintracht Frankfurt – 1860 München 0:6

Neunmeterschießen um Platz drei

Karlsruher SC – Eintr. Frankfurt 3:1

Finale

VfB Stuttgart – 1860 München 3:1

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Gruppe A
Eintr. Frankfurt – Karlsruher SC 4:6
SC Freiburg –  Eintr. Frankfurt 1:3
Karlsruher SC  – SC Freiburg 5:6
Tabelle: 1. Karlsruhe 11:10 Tore/3 Punkte, 2. Frankfurt 7:7/3, 3. Freiburg 6:9/3.
Gruppe B
VfB Stuttgart – SSV Ulm 1846 4:2