FC Neenstetten Die Fußball-Bezirksliga als große Reifeprüfung

Neenstetter Coach: Werner Stutzmann.
Neenstetter Coach: Werner Stutzmann. © Foto: Matthias Kessler
Neenstetten / Detlef Groninger 25.11.2017
FC Neenstetten: In der zweiten Trainer-Ära von Werner Stutzmann muss die Mannschaft noch einiges lernen.

Trainer Werner Stutzmann war schon einmal fünf Jahre beim Fußball-Bezirksligisten FC Neenstetten, am Samstag (14.30 Uhr) zu Gast beim Spitzenreiter TSV Neu-Ulm.  Von 2007 bis 2012 war sein Team Dauergast im vorderen Tabellendrittel. Die zweite Ära Stutzmann steht unter weniger günstigen Vorzeichen.  Das Abstiegsgespenst spukt schon seit Rundenbeginn auf der Alb. „Die Rahmenbedingungen jetzt und 2007 sind nicht zu vergleichen“,  sagt der Realschullehrer aus Giengen. Das Sportgelände mit zwei top-gepflegten Plätzen, die Struktur mit den Trainingsgeräten sowie die handelnden Personen in der Abteilung sind über jeden Zweifel erhaben. Allerdings gibt es viel Nachholbedarf was den Kader betrifft. „Was dessen Breite und auch in der Spitze die Qualität betrifft, ist das ein großer Unterschied zu damals“, so der 64-jährige ehemalige Oberligakicker des Heidenheimer SB und SV Göppingen. Dort hat er schon unter den Kulttrainern Willi Hoffmann und Buffy Ettmayer gespielt.

 Vom Stammpersonal der vergangenen Saison sind gerade einmal vier Spieler übrig geblieben. Der Rest der Vorzeigegarnitur, darunter der komplette Defensivverbund, hat entweder aufgehört oder sich anderen Klubs angeschlossen. 16 Akteure wurden verpflichtet, alle aus niedrigeren Spielklassen. „Sie sind das Niveau in der Bezirksliga und die höhere Belastung im Training nicht gewohnt. Teilweise sind sie taktisch auch unbedarft und körperlich nicht auf dem nötigen Level. Dann kann es sein, dass Spieler beruflich bedingt fehlen. Das ist keine Basis um kontinuierlich zu arbeiten und die Defizite aufzuholen“, betont Stutzmann.

 Trotzdem will er nicht von einem Himmelfahrtskommando sprechen. Vereinzelt sind positive Entwicklungen bereits feststellbar. Torjäger Simon Wörz (kam vom Kreisliga A/Alb-Absteiger SG Nellingen) ist das Paradebeispiel. „Er ist in jedem Training da, fit und belastbar. Er ist für uns wie ein Sechser im Lotto“, sagt Stutzmann. Von den 16 vermeintlichen Verstärkungen standen bislang nur Wörz, Cihan Cicek und Haris Mrdic ständig zur Verfügung. Sonst verhinderten Verletzungen, berufliche und private Gründe, dass weitere neue Gesichter zu festen Größen beim FC Neenstetten  geworden sind. An Wörz sollte sich manch’ anderer Kicker ein Beispiel nehmen. Stutzmann: „Ich erwarte, dass die Spieler zu Beginn der Vorbereitung nach der Winterpause absolut gesund und belastbar erscheinen. Uns hilft nur konsequentes Training. Da interessiert mich kein Urlaub, Fasching oder Skifahren.“  

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