Es war alles angerichtet für den Doppelpack am Freitag vor Schwörmontag im Donaustadion. Erst sollte Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball gegen den Bundesligisten FC Augsburg antreten, zwei Stunden später der türkische Traditionsklub Fenerbahce Istanbul auf die Augsburger treffen, deren Trainer Manuel Baum mit all seinen zirka 30 Profis an die Donau reisen will. Die Polizei, die Stadt, der Württembergische Fußball-Verband hatten ihr O.k. zu diesen beiden Spielen gegeben. Nur der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zögerte. Die Zentrale Infostelle des Verbands wollte eine mögliche Fanproblematik genauer überprüfen, was einige Tage in Anspruch genommen hätte, bevor sie eine internationale Spielgenehmigung erteilt hätte.

Die Verantwortlichen  des 19fachen türkischen Meisters waren darüber nicht amüsiert und sagten ihren Trip nach Ulm ab. Stattdessen soll Fenerbahce nun zwei Tests in der Schweiz austragen.

Auch Ulms Sportvorstand Anton Gugelfuß war bedient. Er hatte sich stark für den Doppelpack im Donaustadion eingesetzt. „Das ist nicht nur für uns, sondern vor allem für die zahlreichen Fans, die sich auf die Türken gefreut haben, jammerschade. Aber ich bleibe am Ball und versuche, den Augsburger Wunsch nach zwei Spielen zu erfüllen und einen anderen Gegner zu verpflichten. Wenn alle Stricke reißen, gibt es halt nur das Spiel Ulm – Augsburg.“

Die Mannschaft des SSV 46 hat unterdessen die ersten Einheiten im Trainingslager Sulzberg absolviert. Auf der Anfahrt hatte sei auf dem Hindelanger Klettersteig Halt gemacht. „Das war nicht ohne. Keiner unserer Spieler hatte Erfahrung auf solch einem Terrain. Aber alle haben sich tapfer geschlagen“, sagte der Sportliche Leiter Lutz Siebrecht über die „erfolgreiche teambildende Maßnahme“.