Aus dem Fußball-Bezirk Der „Dino“ will seinen Ruf wahren

Sah Gelb-Rot: der Ludwigsfelder Marc Hämmerle.
Sah Gelb-Rot: der Ludwigsfelder Marc Hämmerle. © Foto: Apprich
wfv 12.05.2018

Das Herz der Ligen schlägt zum Saisonabschluss wie so oft in den letzten Jahren im Keller. Der Abstiegskampf in der Kreisliga A/Donau bietet Spannung in Reinform. Noch kein Verein ist sicher abgestiegen. Mit Siegen unter der Woche haben die TSF Ludwigsfeld (1:0 gegen SV Thalfingen) und der TSV Einsingen (4:2 gegen TSV Pfuhl)  die Hoffnungen am Leben gehalten. Morgen, 15 Uhr, kommt es in Einsingen zum Duell. „Mit einem Sieg ist die Sache durch“, gibt sich Marc Hämmerle von den TSF optimistisch.

Obwohl der 32-Jährige seinem Klub in dieser wohl vorentscheidenden Partie auf dem Platz fehlt. Nach seinem Siegtreffer mit einem direkt verwandelten Freistoß gegen Spitzenreiter Thalfingen, handelte er sich Hämmerle im weiteren Spielverlauf die Gelb-Rote Karte ein. Nun ist er gesperrt und sagt: „Das ist ganz bitter.“ Denn mit einem Sieg könnte Ludwigsfeld den drittletzten Platz festigen.

Für Gegner Einsingen, bei dem Trainer Markus Hoffart inzwischen von dem Trio Laurentiu Krämer, Ulli Braunsteffer und Joachim Köpf abgelöst wurde, würde es wieder ganz eng werden. Wenn kein Bezirksligaverein von oben kommt, gibt es in der Donau-Staffel keinen direkten Absteiger. Der Letzte, aktuell die SSG Ulm 99 II mit drei Punkten Rückstand auf Einsingen, muss ein Relegationsspiel gegen den  Zweiten der Kreisliga B/Donau, derzeit der RSV Ermingen, bestreiten. „Wir haben von allen gefährdeten Vereinen die besten Chancen“, weiß Hämmerle. Der Mittelfeldakteur, der weit mehr als 100 Regionalligapartien unter anderem beim FV Illertissen  bestritten hat, spielt nach einem Kurzgastspiel als Spielertrainer beim FKV Neu-Ulm seit vergangener Runde beim Neu-Ulmer Vorortverein, wo er gleichzeitig Co-Trainer ist. „Ich wohne 300 Meter vom Sportplatz weg, eine ideale Ausgangslage“, betont er. Nach vier Siegen in den letzten fünf Spielen „hat der Verein einen guten Lauf“, so Hämmerle. Mit ein großer Verdienst von Trainer Benjamin Sandmann, der seit der Winterpause als Nachfolger von Michael Maurer das Sagen hat. Der Ex-Torhüter des SSV 46 leistet als Trainernovize in Ludwigsfeld „hervorragende Arbeit“, bestätigt Hämmerle. „Wir harmonieren prima.“ Mit der ununterbrochenen Zugehörigkeit darf sich die TSF Ludwigsfeld  getrost als „Dino“ der Kreisliga A/Donau bezeichnen. Seit zwei Jahrzehnten spielt der Verein, der letztes Jahr sein 70-jähriges Vereinsjubiläum feierte, in derselben Liga – in der er sich auch in dieser Saison den Ruf als weiterhin unabsteigbar aufpolieren könnte.

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