Neu-Ulm/Blaustein Demirkiran fordert sicheres Passspiel

Benjamin Passer vom TSV Blaustein ist aus dem Urlaub zurück.
Benjamin Passer vom TSV Blaustein ist aus dem Urlaub zurück. © Foto: Matthias Kessler
Neu-Ulm/Blaustein / DETLEF GRONINGER 24.09.2016
Zurück in die Erfolgsspur lautet das Motto für den TSV Neu-Ulm und den TSV Blaustein in der Landesliga. Beide Mannschaften mussten zuletzt Federn lassen.

Der TSV Neu-Ulm empfängt heute um 15.30 Uhr im Stadion am Muthenhölzle die TSG Hofherrnweiler. „Wir wollen einfach nicht noch mehr Lehrgeld bezahlen“, verkündet Neu-Ulms Trainer Ünal Demirkiran die Marschroute für die Partie gegen den nur einen Punkt besseren Kontrahenten. Das 0:1 gegen den TSV Köngen war ernüchternd. Deswegen wurde bei den Trainingseinheiten in dieser Woche auch verstärkt das Augenmerk auf ein sicheres Passspiel gelegt. „In dieser Hinsicht waren wir viel zu schlampig“, kritisierte Demirkiran.

Zudem konnte von einem von ihm gewünschten schnellen Umschaltspiel in keiner Phase der Begegnung die Rede sein. „Die Fehler müssen minimiert werden und wir wollen von hinten heraus gut kombinieren“, meinte er. Demirkiran kann wieder auf Lukas Kögel (Grippe auskuriert) zurückgreifen. Lediglich das Mitwirken von Kevin Ruiz (Schürfwunde am Knie) ist noch fraglich.

 Ohne Torwart Isaac Amoh, der für seine rote Karte wegen Handspiels außerhalb des Strafraums beim 1:3 gegen den TSV Weilheim zwei Spiele Sperre aufgebrummt bekam, tritt der TSV Blaustein morgen (15 Uhr) beim 1. FC Heiningen an. Der Verbandsliga-Absteiger ist mit 15 Treffern die torhungrigste Mannschaft der Liga. Schlussmann Kevin Minsch wird einiges zu tun bekommen. Als Ersatztorhüter fährt Cedric Deger aus der zweiten Garnitur (Kreisliga A Staffel Donau) mit. „Wir dürfen Heiningen nichts ins Spiel kommen lassen“, sagte TSV-Trainer Oliver Seitz.

 Nachdem die Partie auf Kunstrasen ausgetragen wird, hatte er eine Übungseinheit auf einem derartigen Untergrund auf der Anlage des SSV Ulm 1846 Fußball absolviert. Es droht die vierte Niederlage hintereinander. „Das ist ein Spiel, in dem niemand mit uns rechnet. Genau darin liegt unsere Chance“, ergänzte Seitz. „Wir verfallen jetzt nicht in Aktionismus. Wir sind trotzdem auf einem guten Weg.“

 Zumal er personell wieder deutlich mehr Alternativen zur Verfügung hat. Dominik Trautmann und Benjamin Passer, die Erstbesetzung für die Offensive, sind aus dem Urlaub zurückgekehrt. Markus Breunig (hatte wegen der Hochzeit seines Bruders gegen Weilheim gefehlt) und Mario Hummel (Sperre für seine Ampelkarte in Echterdingen abgesessen) sind ebenfalls wieder einsatzfähig. Dafür fällt Jan Luca Daur aus, der nach seiner Gehirnerschütterung aus dem Weilheimer Spiel zwei Tage im Krankenhaus bleiben musste.