DFB Pokal gegen Frankfurt SSV Ulm 1846 Fußball: Das singen die Spatzen-Fans

Fangesänge im Stadion gehören einfach zu jedem Fußballspiel.
Fangesänge im Stadion gehören einfach zu jedem Fußballspiel. © Foto: Grafik SWP
Ulm / Henri Gallbronner 17.08.2018
Zur Einstimmung und zum Üben vor dem Gang ins Donaustadion. Die Fangesänge des SSV Ulm 1846 Fußball.

Zu einem Fußballspiel gehören singende Fans. Ob der „Antony-Modeste-Song“ oder „Will Grigg’s on Fire“: Die Lobgesänge der Stadiongänger auf ihre Spieler gehören zur DNA einer Mannschaft. Wer nicht regelmäßig zu Gast im Donaustadion ist, findet hier die wichtigsten Lieder und Schlachtrufe für das Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Alles begann in den 60er

Wie in nahezu allen anderen Stadien sind auch im  Ulmer Donaustadion die Wechselgesänge zwischen den Tribünen von Bedeutung – sie sind gewissermaßen der Urahn des Fangesangs. Angefangen hat alles in den 1960er-Jahren an der Liverpooler Anfield-Road. Dort konnten die Anhänger bei Nebel nicht das gesamte Spielfeld überblicken, sodass sich die einzelnen Kurven die Torschützen zurufen mussten. Morgen sind im Donaustadion keine Nebelbänke zu erwarten. Dennoch ist auch den Anhängern des SSV Ulm 1846 Fußball diese Methode nicht fremd, so findet beispielsweise das Jahr der Vereinsgründung der TSG Ulm 1846 Verwendung:

Achtzehnhundert –

sechsundvierzig.

Doch der angeblich so wortkarge Schwabe ist im Fußballstadion zu weitaus komplexeren akustischen Absonderungen fähig, was ein Gesang aus Zeiten zeigt, als es für die Fußballer des SV 46 beständig nach oben, also in Richtung Bundesliga, ging:

Gestern an den Alpen, morgen schon in Plön. Claudia Schiffer find’ ich gar nicht schön.

Hymne auf Jennifer Engels ist Kult

Das in Schleswig-Holstein gelegene Plön musste inzwischen allerdings dem bekannteren Köln weichen. Geografisch ist der Vergleich zwar nicht mehr ganz so schön, aber eine Partie gegen den Bundesligaabsteiger aus der Domstadt wäre sicherlich interessanter, als ein Spiel gegen Plön – und im Falle eines Weiterkommens im DFB-Pokal auch realistischer. Doch egal ob Plön oder Köln, erstmal müssen die Spatzen-Anhänger klarstellen, wer sie eigentlich sind:

Wir sind die Ulmer, wir sind
die Spatzen. Wir sind diejenigen,
die immer wieder klatschen.
SSV, olé! SSV, olé!

Ungebrochenen Kultstatus genießt die Hymne von Jennifer Engels. Mehrfach wurde versucht, sie zu ersetzen. Doch für viele Spatzen-Fans ist eines weiterhin selbstverständlich:

Wohin die Wolken ziehen, weiß man nie genau. Doch auf dem Weg nach oben ist der SSV.

Und auch, wenn es  nicht klappen sollte mit dem Einzug in die zweite Pokalrunde, steht für den Fan dennoch fest:

Forever, forever, forever now:
Ulmer Spatzen, SSV.

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