Jungingen Daniel Thierer liebt den Nervenkitzel

Den Burlafinger Führungstreffer konnte Jungingens Torwart Daniel Thierer (links) nicht verhindern - aber im Elfmeterschießen trumpfte er auf.
Den Burlafinger Führungstreffer konnte Jungingens Torwart Daniel Thierer (links) nicht verhindern - aber im Elfmeterschießen trumpfte er auf. © Foto: Volkmar Könneke
Jungingen / WINFRIED VOGLER 15.06.2015
Ein Elfmeterschießen zum Nägelkauen - der SV Jungingen macht es in der Bezirksliga-Relegation gegen den FC Burlafingen erneut spannend.

"Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" - damit kann Daniel Thierer wenig anfangen. Warum sollte der Torhüter des SV Jungingen bei einem Strafstoß oder gar einem entscheidenden Elfmeterschießen wie am Samstag in der Relegations-Partie seines Klubs zur Bezirksliga gegen denn FC Burlafingen auch Angst haben? "Wenn der Schütze trifft, ist das normal, und niemand macht dem Torwart einen Vorwurf", sagte Thierer nach dem 5:4 (1:1, 1:1)-Krimi in Thalfingen.

Wenn der Schlussmann den Ball aber hält, so wie Thierer beim Versuch des Burlafingers Felix Löbert, ist er der Held. Angst haben muss der Schütze: "Von ihm erwartet doch jeder, dass er den Strafstoß verwandelt", betont Thierer.

Nicht mehr zum finalen Shootout trat Thorsten Rinke bei Burlafingen an. Der Routinier (35) mit Regionalliga-Erfahrung, der trotz längerer Spielpause bei dieser für seinen Klub so wichtigen Entscheidung von Anfang an auf dem Platz stand und mit einer flammenden Rede vor der Partie seine Teamkollegen eingeschworen hatte, war in der Verlängerung kräftemäßig am Ende. Er ließ sich auswechseln.

Hans-Joachim Hochsteiner, der Burlafinger Abteilungsleiter, konnte auch am Tag danach noch nicht zur Tagesordnung übergehen. "Das nagt schon an einem", sagte der Burlafinger Fußballboss, dessen Team jetzt zum dritten Mal in der Relegation gescheitert ist. "Zum zweiten Mal dabei im Elfmeterschießen", betonte Hochsteiner, für den es "ein Lotteriespiel" war.

Von einem "Glücksspiel, vor allem aber von einem Gedanken- und Nervenspiel" sprach Klaus Loser. "In der ersten Hälfte hätten wir das Spiel klar für uns entscheiden müssen", befand der Junginger Coach. "Im Elfmeterschießen schießt dann der Kopf mit."

In dieser Zusatzschicht schien Losers Mannschaft vor dem Duell vom Punkt leicht im Vorteil. Und Zerberus Thierer gewann es, dieses Kopfduell. Zunächst strauchelte Christian Weiller und schoss an den Pfosten, dann wehrte der Torwart den Schuss von Felix Löbert ab. Und zum guten Schluss versenkte Thierers Mitstreiter Marco Kogler den Ball. Dieser Schuss versetzte die zahlreichen Junginger Fans in einen Freudentaumel. Die Burlafinger waren besiegt, deren Fehlschützen untröstlich. Dafür wurde Jungingens Torhüter wie schon im ersten Relegationsspiel gegen den SV Tiefenbach zum Helden und ermöglichte seiner Elf jetzt die alles entscheidende Partie am Freitag (18 Uhr) in Oberelchingen gegen den Bezirksliga-14. SF Rammingen.

Zuvor findet morgen um 18 Uhr in Lonsee das Relegationsspiel zur Kreisliga A/Alb zwischen dem TSV Altheim/Alb und dem TSV Langenau II statt.