Spatzen Aus Frust soll Trotz werden

Winfried Vogler 14.02.2018

Den Frust soll am Samstag der nächste Gegner TSV Steinbach zu spüren bekommen.  „Natürlich sind wir enttäuscht“, sagte Routinier Alper Bagceci mit ernster Miene nach dem 1:1 beim Bundesliga-Nachwuchs von 1899 Hoffenheim II. Seinem Kollegen Thomas Rathgeber wollte er keinen Vorwurf machen. „Schade. Wir hätten hier drei wichtige Punkt mitnehmen können.“

Mit Rathgebers verschossenem Elfmeter in der Nachspielzeit haben die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 einen optimalen Start aus der Winterpause verpasst. Während bei den Spielern Enttäuschung vorherrschte, zeigte sich Trainer Tobias Flitsch sehr zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. „Einen Punkt geholt gegen eine Mannschaft, die nicht ganz blind ist – es gibt Schlimmeres!“, sagte der Trainer nach dem Match gegen die mit sechs U-20-Nationalspielern angetretenen Hoffenheimer.

Gleich drei Spielern hatte der SSV-Coach im Kraichgau ihr Debüt im Spatzentrikot ermöglicht. Dazu agierte Marcel Schmidts bei seinem erst sechsten Startelf-Einsatz erstmals in dieser Spielzeit auf der linken Abwehrseite. „Marcel hat viele Zweikämpfe gewonnen, gute Aktionen nach vorne gehabt und oft die Sturmspitze getroffen. Er hat eine ordentliche Leistung gezeigt, gegen zwei sehr starke Gegenspieler“, erklärte Flitsch.  Vor allem im ersten Durchgang stand U-20-Nationalspieler Felix Passlack, Leihgabe von Borussia Dortmund an Hoffenheim, gegen Schmidts häufig auf verlorenem Posten. Die Folge: Das hochgelobte Talent wechselte nach der Pause auf die andere Seite.

Premiere für drei

Bei Ulm stand Neuzugang Luigi Campagna in der Startelf. „Es war schön. Ich habe mich gefreut, dass ich spielen durfte. Und ich finde, dass wir das ganz gut gemacht haben“, sagte Campagna. Der 28-jährige gebürtige Heilbronner hat zwar in den Augen des SSV-Coaches „viele Dinge gut gemacht“, habe aber noch Verbesserungspotenzial. „Er tat sich schwer, in die Zweikämpfe zu kommen, war im Zentrum oft nicht am Mann. Dazu hatte er eine unglückliche Situation, als er den Elfmeter verschuldete: Da darf er nicht hinlangen“,  betonte Flitsch.

Mit Mergim Neziri und Marcel Schmitt kamen zwei weitere Winter-Neuzugänge zu ihrer Pflichtspiel-Premiere. Beide, befand der Trainer, hätten ihre Aufgaben ganz ordentlich gelöst. „Alle hatten guten Zugriff auf das Spiel, nachdem sie reingekommen sind“, stellte Flitsch fest. , Enis Küley saß auf der Ersatzbank.

„Wir verfallen nicht in Selbstmitleid, das wäre quatsch. Schlafen, Frust abschütteln, dann geht es weiter“, gab  Bagceci die Parole für Samstag (14 Uhr) aus.  Dann erwartet der SSV 46 im Heimspiel den TSV Steinbach  mit den ehemaligen Ulmern Daniel Reith und Niko Trkulja.

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