Fußball SSV Ulm 1846 will „das ganze Gerede mit drei Punkten beenden“

Winfried Vogler 15.09.2017
Saisonübergreifend wartet der SSV Ulm 46 seit zehn Regionalliga-Spielen auf einen Sieg. Das soll sich jetzt ändern.

„Ich verschwende keinen Gedanken an eine Niederlage. Für mich gibt es nur das Ziel, das ganze Gerede mit einem guten Spiel und drei Punkten zu beenden“, sagt Kapitän Florian Krebs vor der Auswärtspartie der Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 am Samstag (14 Uhr) beim SV Elversberg. Seit sieben, saisonübergreifend sogar zehn Regionalligapartien warten die Spatzen auf einen Sieg. Warum soll die anhaltende Sieglosserie nicht ausgerechnet beim amtierenden Meister gestoppt werden?

Es gibt Serien im Fußball, die lesen sich mit Schrecken. Tasmania Berlin blieb in der einzigen Bundesligasaison in seiner Vereinsgeschichte 31 Spiele in Folge ohne Sieg. Beim SSV 46 ist man weit davon weg, für andere Klubs den angeknockten Sparringspartner zu spielen. Trainer Tobias Flitsch versucht im Training und in Gesprächen, den verunsicherten Akteuren Selbstbewusstsein zu geben. Erst defensive Stabilität erarbeiten, dann Kontinuität und Selbstvertrauen vermitteln, sind die kurzfristigen Maßnahmen seit seinem Amtsantritt vor gut vier Wochen. Die dringendsten Baustellen im Kader wurden schnell offensichtlich. Lutz Siebrecht übernimmt die Verantwortung für die bisher schwache Bilanz. Der Sportliche Leiter weiß, dass es sehr bald Lichtblicke geben muss. Doch Siebrecht ist Optimist. Er glaubt daran, dass sich der Kader findet und seine Qualitäten zeigt. „Wir befinden uns auf dem richtigen Weg“, bekräftigt Siebrecht und stellt fest: Im Prinzip sei es ordentlich, was Trainer Flitsch mit der Mannschaft anstellt. Drei Remis und einen Niederlage stehen unter seiner Regie bislang zu Buche.

Mit breiter Brust reisen die Spatzen natürlich nicht unbedingt ins Saarland. Hasenfuß-Fußball soll es im Stadion an der Kaiserlinde aber auch nicht geben. Nach einem schwachen Saisonstart aber zuletzt drei Siegen in Folge sind die Platzherren, die mit Trainer Karsten Neitzel als Nachfolger von Michael Wiesinger den dritten Anlauf in Folge in Richtung dritte Liga starten, nun auf Klettertour in Richtung Tabellenspitze. Personell hat SSV-Coach Flitsch bis auf den weiterhin verletzten Fabian Gondorf keine Ausfälle zu beklagen.

Ein Wiedersehen für Abwehrspieler Tim Göhlert mit Elversbergs Ex-Heidenheimer Smail Morabit wird es zwar nicht geben, da Göhlert aus beruflichen Gründen nicht dabei ist. Dafür könnte der Franzose auf Abwehrmann Florian Krebs treffen.

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