Ulm Appell gegen Größenwahn

Auch im Amateurbereich geht es ums Geld
Auch im Amateurbereich geht es ums Geld © Foto: Oliver Schulz
Thomas Gotthardt / Detlef Groninger / Uwe Keuerleber / Oliver Schulz 11.10.2017
Der finanzielle Größenwahn im internationalen Profifußball hat, was nicht weiter verwundert, auch schon im unteren Amateurbereich seine kleine Wurzeln geschlagen.

Wenn bereits in den Kreisligen Vereine die Geldschatulle angesichts von nicht unerheblichen Zuwendungen für die manchmal zweifelhaften Kickkünste der Spieler öffnen müssen, muss der Sinn derartiger Aktionen grundsätzlich in Frage gestellt werden. Negative Beispiele gibt es auch im Bezirk, als die Legionäre die Klubs nach Versiegen der Geldquelle wieder scharenweise verließen, genug.

Ein großer Verfechter für den reinen Amateursport ist Torwart Marcel Ruopp vom SV Hörvelsingen. „Das Kicken sollte in unseren Klassen eine Herzensangelegenheit sein. Es ist schlimm, wenn bereits auf diesem Niveau für Spieler Geld bezahlt werden muss. Und dann kommen auch dort bereits Starallüren auf. Erst wenn jemand fünf Mal die Woche trainiert und am Wochenende noch spielt, dann ist das mit dem Geld in Ordnung“, spricht der 29-Jährige Klartext. „Der Fußball ist schließlich unser Hobby und sollte es auch bleiben.“

Im Spiel gegen Asch-Sonderbuch, das die Hörvelsinger nach äußerst spannenden 90 Minuten mit 3:1 gewinnen konnten, ist der Keeper einmal mehr mit gutem Beispiel vorangegangen.   Aber das kennt man von Marcel Ruopp auch nicht anders.