Spatzen Aktiver und dominanter: der neue Stil des SSV Ulm 1846 Fußball

16 Mal Grund zum Jubeln hatte der SSV Ulm 1846 Fußball bei zwei Testspielen am Wochenende. Hier wird Luca Graciotti (Zweiter von links), Torschütze zum 3:1 in Wolfegg, von Stjepan Saric, Felix Nierlicho, Janik Michel und Thomas Rathgeber beglückwünscht.
16 Mal Grund zum Jubeln hatte der SSV Ulm 1846 Fußball bei zwei Testspielen am Wochenende. Hier wird Luca Graciotti (Zweiter von links), Torschütze zum 3:1 in Wolfegg, von Stjepan Saric, Felix Nierlicho, Janik Michel und Thomas Rathgeber beglückwünscht. © Foto: Eibner
Ulm / Gerold Knehr 17.07.2017
Dominanter auftreten als in der letzten Saison will Trainer Stephan Baierl mit dem SSV Ulm 1846 Fußball. Beim 3:1 gegen den FV Ravensburg und beim 13:0 gegen den TSV Altheim/Alb hat das geklappt.

Erst ein 3:1 beim Oberligisten FV Ravensburg, dann ein 13:0-Schützenfest beim A-Kreisligisten TSV Altheim/Alb – der SSV Ulm 1846 Fußball bleibt in der Vorbereitung auf die Regionalliga-Saison auf Kurs. Sechs Siege in den bislang sieben Tests, darunter ein 2:0 gegen Drittligist VfR Aalen, sowie ein 2:2 gegen den bayerischen Regionalligisten FC Augsburg II zeigen, dass sich die Spatzen auf einem guten Weg befinden.

„Das ist auch nötig bei unserem Auftaktprogramm“, lässt Trainer Stephan Baierl keinen Schlendrian zu. Am 28. Juli kommt zum Auftakt der neuen Regionalliga-Saison wie berichtet gleich der Topfavorit 1. FC Saarbrücken ins Donaustadion, es folgen die Begegnungen beim VfB Stuttgart II und das zweite Heimspiel gegen die Offenbacher Kickers. Da gilt es, bestens gerüstet zu sein.

Die Begegnung beim Angstgegner FV Ravensburg am Samstag war der erwartete, auch erwünschte Härtetest – allerdings zuweilen sogar mehr, als  Kickerbeinen gut tut. Opfer der phasenweise hitzigen Begegnung wurde Angreifer Ardian Morina, der den schnellen 0:1-Rückstand (4.) ausgeglichen hatte. Nach einem rüden Einsteigen von Ravensburgs Innenverteidiger Moritz Jeggle – „für mich war das knallrot“, so Baierl –  musste der Ulmer Stürmer-Neuzugang mit einer Kapselverletzung vom Platz. Wie gravierend Morinas Malheur und die Blessur von Johannes Reichert, der im Training auf die Schulter gefallen war, ist, wird sich am Montag bei einer eingehenden Untersuchung herausstellen. 

Das Spiel in Wolfegg vor rund 300 Zuschauern zeigte Stärken und Schwächen der aktuellen Spatzen. Im zweiten Durchgang traten die Ulmer, wie vom Trainer gefordert, aktiver, dominanter und spielbestimmender auf als in weiten Phasen der vergangenen Regionalliga-Rückrunde, als die Ulmer – auch verletzungsbedingt – oftmals nur reagiert hatten. „Die Spieler haben diese Umstellung angenommen und schon recht gut verinnerlicht“, gibt sich Baierl mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden. Außer Morina trafen in Wolfegg noch Thomas Rathgeber und Gianlucca Graciotti zum 3:1 gegen Ravensburg.  In der ersten Halbzeit hatten die Spatzen phasenweise zu mutig agiert und liefen in einige Konter. „Ab Mittwoch werden wir gezielt an diesen Schwächen arbeiten“, verspricht Baierl.

Die Begegnung in Altheim/Alb vor 400 Zuschauern wurde zum erwarteten Fußball-Fest. Heraus stach der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Steffen Kienle, der fünf Treffer erzielte, darunter ein Hattrick innerhalb von nur fünf Minuten. Die übrigen Treffer zum 13:0 gingen auf das Konto von Janik Michel (3), Stjepan Saric (2) sowie Thomas Rathgeber, Marcel Schmidts und Olcay Kücük. Die Altheimer waren von einem möglichen Ehrentreffer weit entfernt. „Wir hatten keine Torchance und waren am Ende stehend k.o.“, räumte Abteilungsleiter Holger Gnann ein.

Gruppentickets für die beiden Schwörkicks

Noch ein Testspiel bestreitet der SSV Ulm 1846 Fußball vor dem Saisonstart. Am Samstag (17 Uhr) geht es im Donaustadion gegen den FC Augsburg. Der Bundesligist kommt mit seiner kompletten Truppe ins Donau­stadion und bestreitet zuvor (15 Uhr) ein weiteres Spiel gegen Zweitliga-Aufsteiger SSV Jahn Regensburg. Der Vorverkauf für diesen Doppelpack läuft.  Zudem gibt es Gruppentickets für Schulen und Vereine. Beim Kauf von 15 Karten der gleichen Kategorie gibt es fünf Tickets obendrauf. gek

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