Fußball Adrian Beck: „Ich würde mich aufstellen“

Bei Wormatia Worms (links Cedric Mimbala) durfte sich Adrian Beck 90 Minuten lang im grünen Auswärtstrikot des SSV Ulm 1846 Fußball beweisen. Heute hofft der 21-Jährige auf sein Heimdebüt in der Startformation.
Bei Wormatia Worms (links Cedric Mimbala) durfte sich Adrian Beck 90 Minuten lang im grünen Auswärtstrikot des SSV Ulm 1846 Fußball beweisen. Heute hofft der 21-Jährige auf sein Heimdebüt in der Startformation. © Foto: Michael Bermel/Eibner
Ulm / Winfried Vogler 08.09.2018

Startelf, Bank oder gar nur Tribüne, wie unlängst im Heimspiel gegen Homburg?  So lautet die Frage für Adrian Beck. Ob der 21-jährige Mittelfeldakteur für die Regionalliga-Mannschaft des SSV Ulm 1846 Fußball im Heimspiel heute (14 Uhr) gegen den FC Astoria Walldorf in der Anfangsformation ran darf, von der Bank kommen wird und ob er überhaupt dabei ist, ist noch unsicher. Trainer Holger Bachthaler ließ sich nicht in die Karten schauen.

Beck jedenfalls würde sich auf die Gelegenheit, sein Können zeigen zu dürfen, freuen. Am vergangenen Samstag war er als Torschütze der Matchwinner der Spatzen beim 1:0-Sieg in Elversberg gewesen. Jetzt hofft er, dass ihn der Trainer erstmals zu Hause von Anfang an bringen wird. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Es wäre Becks dritter Einsatz von Beginn an.

Großer Kader als Anreiz

Viel Lob heimste Beck nach seinem ersten Saisontreffer für den SSV 46 im Auswärtsspiel beim letztjährigen Vizemeister SV Elversberg ein. Dass er lieber Taten als Worte sprechen lässt, unterstrich er dort einmal mehr. Erst brillierte der Wirbelwind auf dem Platz mit dem Tor des Tages, dann gab er sich gewohnt zurückhaltend und diplomatisch. Seine Ansprüche auf einen Platz in der ersten Elf? „Wir haben einen großen, extrem starken Kader. Es ist für jeden schwer, in der ersten Elf zu stehen.“

Beck jammert nicht, er sieht im großen Kader ein Lockmittel, um das Leistungspotenzial der Mannschaft  herauszukitzeln: „Ich denke, das ist für jeden Einzelnen  eine zusätzliche Motivation, dem Trainer zu zeigen, dass er spielen will“, macht er sich selbst und seinen Kollegen Hoffnung: „Wir brauchen alle.“ Schließlich sind einige Kicker verletzt, wie aktuell Michael Schindele und David Braig, andere haben schon vier Gelbe Karten auf dem Konto (Luigi Campagna) und stehen vor einer Sperre.

Beck ist keiner, der laut „hier“ schreit. Deshalb hat er nach der Partie gegen Elversberg, die er 78 Minuten lang  von der Ersatzbank verfolgte, erst einmal das gesagt, was jeden Trainer freut: „Natürlich wünsche ich mir, in der Startelf zu stehen. Aber wenn ich im nächsten Spiel eingewechselt werde und wieder treffe, ist das auch gut.“

Dribbelstark, passsicher,  schussgewaltig: So könnte die ganze Sache gar nicht mal so unwahrscheinlich erscheinen und der von der Neckarsulmer SU gekommene Neuzugang gegen Walldorf heute erste Wahl sein.

Volle 90 Minuten spielte der 21-jährige Gerabronner im bisherigen Saisonverlauf erst zwei Mal, in Pirmasens (2:2) und in Worms (0:1). In Mannheim (35 Minuten), gegen Balingen (21), gegen Offenbach (19) und in Elversberg (12) kam er nur zur Kurzeinsätzen. Im DFB-Pokal gegen Frankfurt stand er zwar im Kader, aber nicht auf dem Platz.

„Adrian trainiert sehr fleißig, ist total wissbegierig und versucht die Dinge umzusetzen, die man mit ihm bespricht“, lobte der SSV-Trainer den Hohenloher. Ab der U 16  hat er das Nachwuchsleistungszentrum und Internat der TSG Hoffenheim besucht und insgesamt über 60 Spiele in der Junioren-Bundesliga absolvierte. Nach einem Jahr bei der U 23 des Bundesligisten mit viel Verletzungspech und nur vier Einsätzen, wechselte Beck eine Etage tiefer zur Neckarsulmer SU. Beim Oberligisten avancierte er zum Topscorer und erzielte 14 Saisontreffer. „Ich habe bewusst den Schritt eine Klasse tiefer gemacht, um Spielpraxis sammeln zu können“, erklärt Beck.

Gegen Walldorf „würde ich mich aufstellen“, fügt Beck mit einem breiten Lächeln an. „Aber ich bin ja nicht der Trainer.“ So bleibt abzuwarten, ob  Bachthaler  Beck in die Startformation berufen wird oder nicht.

So wollen sie spielen

SSV Ulm 1846  – Astoria Walldorf
(heute, 14 Uhr, Donaustadion)

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag – Bradara, Krebs, Reichert, Schmidts – Gutjahr (Viventi), Campagna, Morina, Nierichlo (Beck) – Kienle,  Lux.

Liveticker:
fupa.net/suedwest/live

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