SSV Ulm 1846 Fußball Spatzen-Kapitän Krebs: „Ich merke, da tut sich was“

Spieler, Fans und der Verein müssen zusammenhalten. So lautet die Forderung von Kapitän Florian Krebs.
Spieler, Fans und der Verein müssen zusammenhalten. So lautet die Forderung von Kapitän Florian Krebs. © Foto: Rudi Apprich
Winfried Vogler 16.09.2017
Nach dem schlechten Saisonstart nimmt Kapitän Florian Krebs Stellung zur Lage beim Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball. Eine Besserung ist nur über den Kampfgeist möglich. Schön spielen hilft den Spatzen derzeit nicht weiter. Vom neuen Trainerteam kommen die richtigen Impulse.

Die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 sind im Abstiegskampf angekommen. Das sieht auch Kapitän Florian Krebs so. Im Interview spricht er über die aktuelle Situation, seine mögliche Rückkehr auf den Platz und was ihm Hoffnung macht.

Mit sieben sieglosen Spielen war der Saisonstart katastrophal. Warum ist der SSV 46 so schlecht gestartet?

Florian Krebs: Gründe gibt es einige: Personell hatten wir mit vielen Verletzten zu kämpfen, mit dem einen oder anderen Negativerlebnis haben wir uns selbst in die Bredouille gebracht. Am Anfang war es offensichtlich, dass  wir im Fitnessbereich Defizite hatten.

Wie bewerten Sie die Tabellensituation?

Ganz klar, aktuell müssen wir uns mit dem Abstiegskampf beschäftigen.

Muss man sich auf eine Zittersaison einstellen?

Das muss man so sehen. Wenn man noch kein Spiel gewonnen hat, dann ist das so. Da will ich nichts schönreden.

Was muss die Mannschaft besser machen, damit sich diese Situation ändert?

Nicht das, was wir uns vorgenommen haben: attraktiven Fußball zu spielen. Das Wichtigste ist jetzt, Punkte und Siege einzufahren, damit Stabilität in unser Spiel kommt. Die Grundtugenden im Abstiegskampf sind kämpfen und fighten.

Was können Sie als Kapitän dazu beitragen?

Für mich war es bisher eine schwierige Situation. Durch meine Verletzung war ich außen vor, ich musste mich um meine Gesundheit kümmern. Seitdem ich wieder regelmäßig im Training bin, versuche ich viele Gespräche zu führen.

Kann es sein, dass einige Spieler und Verantwortliche die Situation zu leicht nehmen oder unterschätzen?

Den Eindruck habe ich nicht. Ich finde bemerkenswert, dass nach dem Trainerwechsel, der die Mannschaft belastet hat, wieder Ruhe eingekehrt ist. Wir hatten ein gutes Verhältnis zu Stephan Baierl, aber es war nun mal so, dass der Trainer uns nicht mehr erreicht hat. Jetzt sehe ich eine absolut positive Entwicklung. Ich merke, da tut sich was. Wir entwickeln uns weiter. Leider haben wir das noch nicht auf dem Platz geschafft. Von der Vereinsführung wird kein Druck aufgebaut. Alle gehen sachlich an die Dinge heran, das ist der richtige Weg.

Wie nimmt die Mannschaft die schlechte Stimmung im Vereinsumfeld, sprich auf den Tribünen, wahr?

Ich kann nachvollziehen, dass die Zuschauerzahlen weniger werden und beim ersten Fehlpass Unmutsäußerungen kommen. Trotz allem denke ich, dass alle im Stadion wollen, dass wir wieder sportlich Erfolg haben, und dann ist so was kontraproduktiv. Wir Spieler wünschen uns, dass in solchen Phasen Zuspruch kommt und dass man die Spiele im Donaustadion zu richtigen Heimspielen macht.

Sind Sie persönlich wieder bei 100 Prozent?

Vor dem letzten Spiel hatte ich leichte Probleme, deshalb hat ein Einsatz noch keinen Sinn gemacht. Jetzt habe ich eine komplette Trainingswoche absolviert, das hat sich gut angefühlt.

Wann kehren Sie ins Team zurück?

Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich gegen Elversberg wieder im Kader stehen werde. Die Signale von meinem Körper sind gut.

Wie sieht der „Schlachtplan“ für die nächsten Wochen aus?

Punkte sammeln und wieder in ein sicheres Fahrwasser kommen. Wie, ist mir aktuell wurst. In der Defensive müssen stabiler stehen und individuelle Fehler abstellen.

Was macht Sie zuversichtlich für die nächsten Wochen?

Die Trainingsintensität und -leistung in der täglichen Arbeit sind gut. Vom Trainerteam kommen die richtigen Impulse. So lange wir ruhig arbeiten können, ist das die Basis. Natürlich müssen wir liefern, keine Frage. Es müssen Punkte her, nicht nur ein Remis, sondern Siege. Egal gegen wen.

Das Spiel am Samstag im Liveticker: www.fupa.net/suedwest/live

So wollen sie spielen

SV Elversberg – SSV Ulm 1846
Samstag, 14 Uhr

SSV Ulm 1846 Fußball: Betz – Bradara (Nierichlo), Celiktas (Krebs), Schindele, Reichert (Kammerbauer) – Kücük (Celiktas), Sauter - Kienle (Bagceci), Rathgeber,  Graciotti (Schmidts) – Braig.

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