Fußball-Stadtpokal 6:1 im Finale: SSG Ulm 99 dominiert Fußball-Stadtpokal

Jubel bei Stadtpokal-Gewinner SSG  Ulm 99.
Jubel bei Stadtpokal-Gewinner SSG Ulm 99. © Foto: Könneke
jb 31.07.2017

Noch selten ist eine Mannschaft beim Fußball-Stadtpokal derart überlegen und souverän aufgetreten wie die Bezirksliga-Mannschaft der SSG Ulm 99. Das Team aus Gögglingen und Donaustetten marschierte überzeugend durch  ihre  Gruppenspiele, übersprang spielend die Hürden  des Viertel- und Halbfinales und krönte seine  überragenden  Auftritte beim 48. Fußball-Turnier um den Pokal der Städte Ulm und Neu-Ulm  in Ludwigsfeld mit einem 6:1 (4:0)-Endspiel-Sieg über den chancenlosen  Bezirksliga-Konkurrenten SV Jungingen.

Man muss lange zurückblättern, um einen ähnlich hohen Erfolg im Stadtpokal-Finale zu finden:  Im Jahre 2005 hatte der SSV Ulm 1846 II in Wiblingen den gastgebenden TV mit  7:1 bezwungen.  15 Jahre früher, ebenfalls in Wiblingen, hatte die TSG Söflingen den ESC Ulm mit 7:1 vom Spielfeld gefegt.

Hattrick von Raheem Fadera

Den Grundstein für den Kantersieg hatte die von Bernd Pfisterer  trainierte SSG 99 schon in den Anfangs-Minuten gelegt, als der Gambier Yahya Raheem Fadera gleich dreimal zuschlug. Mit dem 3:0 nach zehn Minuten im Rücken ließ es sich für die SSG im vierten Finale der zurückliegenden vier Stadtpokalauflagen trefflich leben,  zumal Björn Haußer (28.) noch nachlegte. So konnte Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg, der sich in seinem größten Stadtteil die Ehre gab, zur Halbzeit guten Gewissens  das Feld räumen: „Ich denke, die Sache ist bereits entschieden“. So war es: Zweimal noch traf Johannes Streiter (52., 64.) für den neuen und alten Stadtpokal-Gewinner, ehe den indisponierten Jungingern der Ehrentreffer durch Tim Bertele (83.) gelang.

Dieser Stadtpokal, den die TSF Ludwigsfeld mit Fleiß und Geschick über die Bühne brachten, geht insofern in die Geschichte ein, dass sich  erstmals zwei Teams aus dem laufenden  Bewerb zurückzogen. Nach dem Unfalltod von Ufuk Dogan, der bei den ersten beiden Stadtpokalspielen für Türkspor Neu-Ulm noch am Ball gewesen war, verzichteten mit Türkspor und Türkgücü Ulm  zwei aussichtsreiche Teams auf eine weitere Teilnahme.