Fußball Der SGV steht im Viertelfinale

Freibergs Tobias Fausel behauptet den Ball gegen seinen Göppinger Kontrahenten.
Freibergs Tobias Fausel behauptet den Ball gegen seinen Göppinger Kontrahenten. © Foto: Peter Poller
Göppingen / Jan Fedra 04.10.2018

Dank eines 3:1-Siegs beim 1. Göppinger SV hat der SGV Freiberg das Ticket für das Viertelfinale des WFV-Pokals gelöst. Den Unterschied zwischen den Fußball-Oberliga-Konkurrenten, die sich erst vor elf Tagen mit 1:1 im Ligaspiel getrennt hatten, machte in Abschnitt zwei Spetim Muzliukaj. Der SGV-Torjäger traf doppelt.

Am Mittwochnachmittag entwickelte sich nach der Pause ein offenes Pokalspiel. Nach dominantem Beginn der Gäste vom Neckar wurden die Hausherren nach dem Seitenwechsel vor 300 Zuschauern aktiver. Beste Torchancen auf beiden Seiten waren die Folge. „Bis zu unserem Führungstreffer habe ich meine Mannschaft sehr dominant gesehen. Wir hatten den Gegner absolut im Griff, Göppingen hat vor allem verteidigt und auf Umschaltsituationen und Standards gewartet“, sagte Freibergs Coach Ramon Gehrmann nach der Pokalpartie, erkannte aber auch an:  „Das 1:1 war verdient für Göppingen, sie hatten Riesenchancen und wir Glück. Da haben wir um den Ausgleich gebettelt. Es ist aufgrund des gesamten Spiels ein verdienter Sieg.“

Knackpunkt Torausbeute

Gehrmanns Gegenüber Coveli trauerte dagegen den guten Torchancen hinterher, die seine Schützlinge mit Ausnahme von Iurii Kotiukov ausgelassen hatten. „Unser Ausscheiden ist ärgerlich, es gibt wenige Mannschaften, die sich gegen Freiberg so viele Chancen herausspielen“, analysierte der Göppinger Coach. Dazu musste Coveli den verletzten Kevin Dicklhuber früh in der Partie ersetzen. „Dicklhuber ist mit seiner Abschlussquote nicht zu ersetzen. Das hat man gesehen, wenn man so viele klare Chancen hat und nicht trifft. Ich hätte mir einen Muzliukaj im Team gewünscht.“

Im Stadion an der Hohenstaufenstraße fand der SGV schnell in die Partie. Einem ersten guten Angriff über die rechte Seite in der zweiten Spielminute folgte kurz darauf ein weiterer über den agilen Niklas Pollex. Seine Flanke vollendete Marcel Sökler – der Stürmer stand allerdings im Abseits (3.). Auf der Gegenseite klärte Tobias Fausel in der siebten Minute per Kopf direkt vor die Füße von Kevin Dicklhuber. Der Göppinger Offensivspieler zog aus 20 Metern Torentfernung ab, SGV-Keeper Thomas Bromma lenkte den Ball noch an die Latte. Wenig später musste Dicklhuber das Feld verletzt verlassen, er war mit Muzliukaj zusammengestoßen und trug eine Beule am Kopf davon.

Die defensive Herangehensweise des SV hebelten die Freiberger kurz nach der Halbzeit aus. Nach einem Angriff über die linke Außenbahn flankte David Müller von der Grundlinie nach innen, wo SV-Torhüter Marcel Schleicher einen Kopfball Muzliukajs zunächst entschärfte, beim akrobatischen Nachschuss des Stürmers aber machtlos war (47.). „Nach dem 1:0 haben wir das Heft komischerweise komplett aus der Hand gegeben. Wir haben auf den Außenpositionen das Verteidigen vergessen“, erklärte Gehrmann. Folgerichtig erzielten die immer stärker werdenden Platzherren nach einer Flanke von rechts den Ausgleich: Am zweiten Pfosten kam Kotiukov frei zum Abschluss und brachte den Ball mit einem platzierten Volleyschuss im Tor unter (66.).

Auf beiden Seiten ergaben sich nun Großchancen im Minutentakt. Eine davon nutzte schließlich Muzliukaj zu seinem zweiten Tor: In der 70. Minute düpierte Patrick Fossi mit einem Chip die SV-Abseitsfalle – Pollex startete durch und legte von der Grundlinie zurück auf den Doppeltorschützen, der locker ins lange Eck einschob. Göppingen hätte nur zwei Minuten nach der SGV-Führung zum erneuten Ausgleich kommen müssen: Michael Wendes Kopfball nach einer Freistoß-Flanke von Chris Loser war aber zu zentral. In der Nachspielzeit machte Kingsford Aboagye mit dem Treffer zum 1:3 den Viertelfinaleinzug perfekt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel