In der Fußball-Bezirksliga Alb steht am Wochenende der 16. Spieltag an. Die erste Entscheidung ist am vergangenen Samstag beim Derby zwischen den Topteams FC Rottenburg und SV Hirrlingen  bereits gefallen. Mit einem klaren 3:0-Erfolg beim bisherigen Tabellenzweiten sicherten sich die Gäste aus der Domstadt die Herbstmeisterschaft.

Das Erfolgsgeheimnis sieht Rottenburgs Trainer Frank Eberle besonders im Kollektiv. „Wir sind eine sehr junge Mannschaft und unsere Neuzugänge haben bisher voll eingeschlagen. Die Stimmung in der Truppe ist überragend, und wir fühlen uns sehr wohl auf Platz eins. Wir spielen eine richtig gute Vorrunde, so kann es weitergehen“, sagt der erfahrene Coach. Mit einem Sieg am Sonntag gegen den Tabellenneunten TSV Sickenhausen könnte man sich diese noch weiter verschönern. Die TuS Metzingen bleibt dagegen weiter das große Fragezeichen in der Liga. Besonders fällt das Team von Trainer Claudio Mastrangelo in dieser Hinrunde stets mit schwankenden Leistungen auf. Zuletzt musste der Tabellensechste im Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Pfrondorf und bei den Young Boys Reutlingen zwei Niederlagen in Folge einstecken. Am Sonntag wird es dagegen nicht einfacher. Mit dem wiedererstarkten SV Croatia Reutlingen wartet ein ganz dicker Brocken auf die TuS. Die Dietwegkicker weisen 28 Zähler im Haben auf und können sich, mit einem Dreier, von ihrem unmittelbaren Verfolger Metzingen weiter absetzen. Das Team von Trainer Robert Michnia holte zuletzt sieben Punkte aus den letzten drei Partien und scheint gegen die TuS leichter Favorit zu sein. „Gegen spielstarke Mannschaften sind wir stärker“, sagte Metzingens Spielleiter Thomas Zimmermann schon vor dem Spiel gegen die Young Boys und forderte bis Jahresende noch zwei Siege – egal gegen wen. Eine weitere Chance hierzu bekommen die TuS-Kicker am Sonntag im Dietweg-Stadion gegen Croatia Reutlingen.

Der Tabellenzweite Young Boys Reutlingen empfängt zum Reutlinger Stadtderby die Orschel-Hagener Truppe SG Reutlingen. Die Young Boys aus dem Stadtteil Ringelbach möchten Revanche nehmen für die Hinspiel-Niederlage. Zehn Zähler hat die Mannschaft von Trainer Giuseppe Farinella gegenüber den Gästen mehr auf dem Konto und ist klarer Favorit. Allerdings hat auch das Reutlinger Derby oftmals seine eigenen Gesetze.

Der TSV Eningen empfängt zum ersten Rückrundenspiel den TV Derendingen.  Mit einem schmeichelhaften Sieg gegen den TSV Wittlingen kletterte das Team von Spielertrainer Felix Krasser auf Tabellenplatz acht. Aus personeller Sicht stößt Johannes Klein, nach Verletzung, wieder zurück in den Kader der Achalmkicker. Im neuen Jahr kann der TSV voraussichtlich mit der Rückkehr einiger Langzeitverletzten rechnen.  Die Eninger mussten teilweise auf acht bis neun Leistungsträger verzichten. Mit Fabio Friese (Außenbandriss), Max Koschmieder (Kreuzbandriss) und Maik Stingel (Meniskus) werden drei wichtige Spieler Anfang des neuen Jahres zurückerwartet.  In den beiden diesjährigen Partien gegen Derendingen und Steinhilben wollen die Eninger die Maximalausbeute von sechs Punkten einfahren, um im gesicherten Mittelfeld überwintern zu können. Der TSV Wittlingen ist beim Gastspiel in Hirrlingen klarer Außenseiter. Der SVH verlor das Topduell gegen Rottenburg und rutschte auf den vierten Tabellenplatz ab. Die Mannschaft von Trainer Kim Laudage rangiert mit 13 Zählern auf dem 14. Tabellenplatz.

Keine gute Leistung und auch keinen Punkt gab es am vergangenen Wochenende für den Tabellenelften SV Zainingen. Die Mannschaft von Trainer Ralf Luik steht bei der zweiten Mannschaft des Landesligisten VfL Pfullingen ein wenig unter Zugzwang. „Ja, natürlich war die Niederlage gegen Sickenhausen vergangenes Wochenende mehr als ärgerlich. Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel und eine schwache Bezirksligapartie, die keinen Sieger verdient gehabt hätte. So steht man jetzt mit leeren Händen da“, ärgert sich Zainingens Mannschaftskapitän Julian Bächle und ergänzt: „Das Hinspiel in der Vorrunde gegen den VfL haben wir in der 92. Spielminute verloren, das war natürlich bitter. Jetzt wollen wir gegen den VfL Pfullingen II wieder in die Spur kommen, dazu müssen wir eine geschlossene Mannschaftsleistung abliefern.“ Hinter dem Einsatz von Patrick Wörz und Simon Edel steht noch ein Fragezeichen.

Extrem kurioser Treffer für den TSV Dettingen


Womöglich wurde das kurioseste Tor der Saison bereits jetzt erzielt. Viel mehr geht einfach nicht. Der Dettinger Angreifer Tim Randecker wurde im Auswärtsspiel am Mittwochabend beim SV Pfrondorf in der 33. Minute bei einer Offensivaktion vom SVP-Torwart Jonathan Wutzler vom Ball getrennt, der herausgeeilte Keeper klärte in größter Not zur Ecke. Während die Pfrondorfer aber einen Torabstoß erwarteten und sich nicht zur Abwehr des Eckstoßes formierten, reagierte Randecker blitzschnell, führte den Eckstoß aus und traf damit aus schier unmöglichem Winkel ins leere Tor. Die Gastgeber reklamierten, sie hätten ein vermeintliches Kommando von Schiedsrichter Hans-Jürgen Pachl gehört, das auf Abstoß gelautet hätte. Offenbar war dem nicht so, weil der Unparteiische den kuriosen Treffer anerkannte. Dettingen gewann am Mittwochabend mit 3:2 in Pfrondorf. alex