Fußball Zum Oberligastart empfängt der SSV den Liganeuling aus Ilshofen

Jede Menge Hoffnung setzen die Verantwortlichen des SSV Reutlingen in ihren Neuzugang Cristian Giles Sanchez (vorne). Der agile Angreifer erzielte in der abgelaufenen Oberligasaison zwölf Tore und soll nun mit Marcel Avdic für die nötige Torgefahr sorgen.
Jede Menge Hoffnung setzen die Verantwortlichen des SSV Reutlingen in ihren Neuzugang Cristian Giles Sanchez (vorne). Der agile Angreifer erzielte in der abgelaufenen Oberligasaison zwölf Tore und soll nun mit Marcel Avdic für die nötige Torgefahr sorgen. © Foto: Baur
Reutlingen / Matthias Jedele 22.08.2018
An der Kreuzeiche gibt der TSV Ilshofen seine Visitenkarte ab. Anpfiff am Samstag ist um 14 Uhr. Alles andere als ein Sieg der 05er wäre eine Überraschung.

Mit viel Optimismus geht der SSV Reutlingen in die neue Oberliga-Saison, die heute um 14 Uhr gegen den Aufsteiger TSV Ilshofen startet.

„Wir sind jetzt deutlich breiter und qualitativ besser besetzt und das mit faktisch dem gleichen Budget wie in der vergangenen Runde“, sieht Reutlingens Sportvorstand, Michael Schuster, seinen Kader für die anstehende Spielzeit gut gerüstet, auch wenn einem beim Blick auf die Budget-Zahlen doch etwas Angst und Bange sein könnte. So gehen die Reutlinger nämlich mit einem Etat von rund 300 000 Euro an den Start, während der Regionalliga-Absteiger Stuttgarter Kickers mit 1,3 Millionen Euro Budget umgehend wieder aufsteigen möchte.

SSV-Konzept als Trumpf

„Wir versuchen, den Spielern ein Konzept zu vermitteln, dass wir ein gutes Sprungbrett für höhere Klubs sein können. Auch mit unserem tollen Stadion und den Trainingsbedingungen können wir punkten“, gibt Schuster einen kleinen Einblick, wie es dem SSV doch gelingt den einen oder anderen attraktiven Spieler an die Kreuzeiche zu lotsen.

Das Auftaktprogramm zur neuen Oberliga-Saison hat es für die Kreuzeiche-Kicker durchaus in sich. So bekommen es die 05er in den ersten beiden Meisterschaftsspielen zwar „nur“ mit den beiden Aufsteigern TSV Ilshofen und SV Linx (22. August, 18.30 Uhr) zu tun, doch Reutlingens Cheftrainer Teo Rus warnt seine Schützlinge vor zu viel Überheblichkeit: „Am Anfang einer Saison bringen die Aufsteiger immer eine gewisse Euphorie mit. Zudem können sie ja überhaupt nichts verlieren und frei aufspielen.“ Und genauso sehen dies die Gäste aus Hohenlohe auch. Das erste Oberligaspiel überhaupt und dann noch im altehrwürdigen Stadion an der Kreuz­eiche beim SSV Reutlingen. „Wie gemalt“, bezeichnet Cheftrainer Ralf Kettemann den Saisonstart für seinen TSV Ilshofen. Auch wenn ihm der Blick auf seine Verletzten-Liste sicherlich nicht gefallen dürfte. So hat der ehemalige Drittligaspieler gleich acht Ausfälle von potentiellen Stammkräften zu beklagen. „Ja, es fehlen die großen Alternativen“, gibt Kettemann zu, „aber ich finde es spannend.“

Ausfälle auf beiden Seiten

Ganz so schlimm sieht es im Reutlinger Kader nicht aus. Trainer Rus muss allerdings auf den langzeitverletzten Angreifer Sidy Niang (Knorpelschaden) und den kranken Jonas Vogler verzichten. Außerdem stehen hinter Kapitän Pierre Eiberger, Abwehrspieler Jannick Schramm und Offensiv-Akteur Onesi Kuengienda (alle Trainingsrückstand) ebenfalls noch Fragezeichen. Unabhängig von den Ausfällen ist der SSV Reutlingen gegen den TSV Ilshofen klarer Favorit und muss, wenn er in dieser Saison oben mitspielen will, gegen einen Aufsteiger punkten und das am besten dreifach.

Komplettes Trainerteam erhält Vertragsverlängerung

Der SSV hat den Vertrag mit seinem Trainerteam verlängert. „Wir sind sehr zufrieden mit der vom Trainerteam geleisteten Arbeit und haben uns vorzeitig entschieden die Verträge um ein weiteres Jahr zu verlängern“, erklärt Reutlingens Sportvorstand Michael Schuster. Die laufenden Verträge von Cheftrainer Teo Rus, Co-Trainer Volker Grimminger, Torwarttrainer Holger Klages und dem Sportlichen Leiter Giuseppe Ricciardi werden somit jeweils bis zum 30. Juni 2020 verlängert. „Wir haben eine super Rückrunde gespielt, doch auch der Trainer weiß, dass es immer etwas zu verbessern gibt. Wir wachsen aber zusammen, und die Automatismen funktionieren immer besser“ ergänzt Schuster weiter. „Wir bedanken uns für das riesige Vertrauen, das uns entgegengebracht wird. Es macht uns unheimlich Spaß hier zu arbeiten“, so Teo Rus zur Vertragsverlängerung des Trainerteams.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel