Young Boys verpassen Viertelfinale

Enttäuschung: Die Fußballer der TSG Young Boys Reutlingen scheiterten in Ay nur knapp am Viertelfinaleinzug.
Enttäuschung: Die Fußballer der TSG Young Boys Reutlingen scheiterten in Ay nur knapp am Viertelfinaleinzug.
EB 24.06.2013
Das war eine Überraschung: Türkspor Neu-Ulm unterlag erst im Halbfinale des Erdinger-Meister-Cups in Senden-Ay. Zudem gab es ein Vorrunden-Aus für die TSG Young Boys Reutlingen und den TSV Neu-Ulm II.

Pech für Landesliga-Neuling TSG Young Boys Reutlingen: Die erfolgsverwöhnten Kicker vom Reutlinger Ringelbach kamen im Kampf um Gruppenplatz zwei und damit das Ticket fürs Viertelfinale nicht am TV Aldingen (11:4 Tore/12 Punkte) vorbei, obwohl die Reutlinger hervorragende 9:1 Tore und immerhin 10 Punkte einstrichen. Mit einer solchen Bilanz am Ende den undankbaren dritten Platz zu belegen, ist schon reichlich ungewöhnlich. Immerhin bis ins Viertelfinale schaffte es hingegen der 1. FC Frickenhausen II, wo für die Täleskicker dann freilich Endstation war. In der gemeinsamen Vorrundengruppe C hatten die Frickenhäuser die TSG Young Boys als Gruppensieger abgehängt - bei selbem Torverhältnis von 9:1 um drei Punkte.

Den Gardasee schon vor Augen musste sich der Titelträger der Fußball-Kreisliga B Iller, Türkspor Neu-Ulm, bei der siebten Auflage des Erdinger-Meister-Cups auf der Sportanlage des Sendener Stadtteilklubs FV Ay schließlich mit dem vierten Platz begnügen. Der türkische Klub, der seine sportliche Heimat im Neu-Ulmer Muthenhölzle hat, verpasste nur hauchdünn den Finaleinzug, sorgte aber trotzdem für die faustdicke Überraschung. Im Halbfinale gegen den SV Tuningen musste nach torlosem Ausgang ein Siebenmeterschießen entscheiden. Zuversichtlich gingen das Team um die beiden Spielertrainer Gökhan Öztürk und Mertkan Cevik in diese Nerven-Tortur. Hatten sie doch zuvor im Viertelfinale gegen den Verbandsliga-Aufsteiger, Neckarsulmer SU, ebenfalls vom ominösen Punkt und dank den Paraden von Torhüter Engin Özer mit 3:2 gewonnen und überdies für eine späte "Vergeltung" für das WFV-Pokal-Aus des Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball gesorgt. Beim zweiten finalen Shootout versagten freilich die Nerven der Türken, drei Fahrkarten waren gegen die Schwarzwälder zu viel. Die Luft war raus, so wurmte das 0:1 im Spiel um Platz drei gegen den TV Aldingen niemand. Gleichwohl der entgangene Hauptpreis, ein professionelles Trainingslager für die Saisonvorbereitung am Gardasee, den sich die Oberliga-Spieler der SGV Freiberg wie schon im vergangenen Jahr sicherten.

Ein Triumphzug der Favoriten gab es bei den Frauen, dort setzten sich ebenfalls die Oberliga-Vertreterinnen aus dem Tübinger Stadtteil Derendingen durch. Die beiden anderen beim Finalturnier in Senden-Ay beteiligten Vereine aus dem Fußballbezirk Donau/Iller mussten bereits in der Vorrunde passen. Der TSV Neu-Ulm II schied nach Niederlagen gegen Neckarsulm (0:1) und Oeffingen (2:3) genauso aus, wie die Damen des Verbandsliga-Meisters SV Jungingen. Die konnten sich wenigsten noch über einen Sonderpreis freuen, den Nicole Augart im Torwand-Schießen gewonnen hatte. "Wir waren im Abschluss zu schwach", haderte Trainer Karl-Heinz Haciok etwas mit seinen Mädels, die dreimal torlos vom Platz gingen. Erstmals wurde das Landesfinale des vom Württembergischen Fußballverband (WFV) veranstalteten größten Fußballturniers für Amateurmannschaften im Fußballbezirk Donau/Iller ausgetragen. Der FV Ay sorgte mit seinen vielen Helfern als Ausrichter für ein rundum gelungenes Turnier, das mit der anschließenden Meisterparty mit Radio 7 einen stimmungsvollen Saisonabschluss fand.

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