Region Wittlingen und Glems runter

Nico Westpfahl (links), hier im Zweikampf mit Mert Türzün, feierte mit dem FV Bad Urach einen 4:2-Erfolg im Ermstalderby gegen den TSV Glems. Damit besiegelten die Zittelstätter den endgültigen Glemser Abstieg in die A-2-Liga. Foto: Eibner
Nico Westpfahl (links), hier im Zweikampf mit Mert Türzün, feierte mit dem FV Bad Urach einen 4:2-Erfolg im Ermstalderby gegen den TSV Glems. Damit besiegelten die Zittelstätter den endgültigen Glemser Abstieg in die A-2-Liga. Foto: Eibner
Region / GIOVANNI DE NITTO 03.06.2013
Nach der Niederlage bei der TSG Tübingen II ist der Wittlinger Abstieg endgültig besiegelt. Auch für Glems geht es nach nur einem Jahr wieder zurück in die A 2-Liga. Der TBK hat Platz zwei fest im Visier.

FV Bad Urach gegen TSV Glems 4:2 (1:0)

Die Gäste aus Glems erwischten den besseren Start und kamen in der ersten halben Stunde zu mehreren guten Torchancen. Doch vor allem Urachs Schlussmann Giuseppe Greco zeigte sich in glänzender Verfassung und verhinderte mit seinen Paraden einen Rückstand. In der 30. Minute dann jedoch plötzlich die Führung für den FVU: Urachs Stürmer Karapantzos netzte per Schuss im gegnerischen Sechzehner zum 1:0 für sein Team ein. Nach dem Führungstor kamen die Hausherren zwar besser ins Spiel, doch die Gäste kamen trotzdem zu weiteren Möglichkeiten, die aber allesamt ungenutzt blieben. Mit dem knappen Ergebnis verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

Nach der Pause folgte in der 58. Minute das nächste Tor für die Hausherren: Wieder war es ein Schuss im Strafraum der Gäste und wieder hieß der Torschütze Karapantzos. In der 71. Minute entschied der Unparteiische dann auf Foulelfmeter für die abstiegsbedrohten Gäste. Diesen verwandelte Fabio Cutruneo sicher zum 2:1-Anschlusstreffer für die Gelb-Schwarzen. Beflügelt durch das Anschlusstor gelang den Glemsern nur wenige Minuten später der nächste Treffer: Der eingewechselte Spielertrainer Ferudun Sentürk ließ der Uracher Defensive keine Chance, denn sein Schuss landet zum 2:2-Ausgleich im Uracher Gehäuse.

Den Zuschauern blieb jedoch nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn nur eine Minute später schloss Bad Urachs Ozan Celdir eine tolle Kombination zur erneuten Führung der Zittelstätter ab. Mauro blieb es dann vorbehalten den 4:2-Endstand in dieser Partie zu erzielen. Damit durften die Uracher den endgültigen Klassenerhalt feiern, für die Mannschaft aus dem Metzinger Stadtteil Glems geht es nach nur einem Jahr wieder zurück in die A-Liga. Nach der Partie wurde bekannt, dass der FV Bad Urach mit Torwart Özgür Ögüt, spielte zuvor unter anderem beim SSV Ulm1846 (A-Junioren-Bundesliga) und SSV Reutlingen (Oberliga), einen Hochkaräter für die nächste Saison verpflichten konnte.

FV Bad Urach: Greco - Mauro, Wang, Bruno, Kuhn, Hausmann (75. Gressel), Westpfahl, Imperatore (65. Celdir), Karapantzos, Seyhan (65. Öner), Kluf.

TSV Glems: Orman - Basaran (60. Sassano), Albay, S. Cutruneo (78. Eysin), Gargin, Stiefel, Alici, Alin (66. Sentürk), Kern, Tüzün, F. Cutruneo.

Tore: 1:0, 2:0 Karapantzos (30., 58.), 2:1 F. Cutruneo (71.), 2:2 Sentürk (78.), 3:2 Celdir (79.), 4:2 Mauro (85.).

SV Croatia Reutlingen gegen TB Kirchentellinsfurt 2:3(1:1)

Obwohl es für die Gastgeber um nicht mehr viel ging, erwischte die Mannschaft von Trainer Martin Wagner zunächst den besseren Start: Nach einem langen Ball in die Spitze gewann Sebastian Rohloff ein Laufduell und konnte aus spitzen Winkel zur 1:0-Führung der Kroaten in der zehnten Minute einnetzen. Die Gäste aus Kirchentellinsfurt waren aber keineswegs beeindruckt und hielten spielerisch wie kämpferisch dagegen. Nach einer knappen halben Stunde wurde Tim Hahn angespielt und der TBK-Stürmer schloss aus 18 Metern mit einem Flachschuss gekonnt zum 1:1-Ausgleich ab. Trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es bis zur Pause beim Unentschieden.

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Gäste mit mehr Elan aus den Kabinen und erhöhten den Druck auf das Croatia-Gehäuse. Aber auch die Gastgeber hatten immer wieder gute Kontermöglichkeiten, die aber nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. So war es nicht unverdient, dass die Kicker vom Faulbaum durch einen strammen Schuss von Lock, der Ball wurde noch von Yilmaz abgefälscht, die 2:1-Führung markierten (64.). Die Antwort der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten: Nach einem schnell vorgetragenen Angriff war es erneut Rohloff, der mit einem fulminanten Abschluss aus 14-Metern den 2:2-Ausgleichstreffer erzielte.

Damit waren die Gäste erneut gezwungen einen Gang hochzuschalten, denn nur mit einem Sieg konnte der TBK seine Chancen auf Platz zwei und damit der Aufstiegsrelegation am Leben erhalten. In der 83. Spielminute war TBK-Stürmer Tim Hahn mal wieder zur Stelle, umkurvte mit einem Solo Croatia-Torwart Krajinovic und schob zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer ins leere Tor der Kroaten ein.

"Schade, die Einstellung hat gestimmt, leider haben wir uns für den Aufwand den wir betrieben haben am Ende nicht belohnt", so die Einschätzung von Croatia-Trainer Martin Wagner. Sein Gegenüber Jan Wachsmuth war mit dem Ergebnis natürlich zufrieden: "Es war eine hektische Partie, aber am Ende zählt für uns nur der Sieg. Jetzt haben wir das Endspiel am letzten Spieltag. Darauf haben wir hingearbeitet und wollen die Chance nutzen."

SV Croatia Reutlingen: Krajinovic - Galic (83. Pesic), Andacic, Kikic, M. Blazevic, Yilmaz, Josipovic, Rohloff, Nikolovski (58. Tomic), Carnevale, Baumgärtner (46. Silic).

TB Kirchentellinsfurt: Schneck - Titjens, Kalbfell, Bierlemeier, Kaufmann (90. Wagner), Hahn, Lock, Rosa, Lehner (64. Baumann), Hombach, Karakus.

Tore: 1:0 Rohloff (10.), 1:1 Hahn (33.),1:2 Lock (64.), 2:2 Rohloff (73.), 2:3 Hahn (83.).

Gelb-Rote Karte: Josipovic (86./SV) wegen wiederholtem Foulspiel.

TSV Dettingen/Rottenb. gegen SG Reutlingen 2:0 (0:0)

Vielleicht war Holger Nägele in Gedanken bereits beim Abwurf. Der Torwart der SG Reutlingen hielt den Kopfball des Dettingers Michael Quasthoff nach einem Freistoß des gerade eingewechselten Aleksandar Vranic (62.) - doch plötzlich war der Ball wieder frei. Timo Leins staubte ab, der TSV Dettingen lag mit 1:0 vorn. "Wenn die Dettinger ihre Treffer herausgespielt hätten, wäre es weniger bitter. Das waren zwei dumme Tore", ärgerte sich SG-Trainer Ralf Luik hinterher.

Denn auch beim zweiten Dettinger Treffer (73.) sah seine Abwehr nicht gut aus. Dettingens Vranic gewann ein Kopfballduell, Daniel Schnell - ebenfalls eingewechselt - zog davon, sein Schuss wurde abgefälscht, Außennetz. Vranic tritt die Ecke perfekt auf den Kopf des Dettinger Spielertrainers Nicolas Hoffmann - 2:0. Sein Kopfball schlug direkt neben dem ungedeckten rechten Pfosten des Reutlinger Gehäuses ein.

Im ersten Spielabschnitt waren die Dettinger dank ihrer starken Abwehr überlegen. Auch Timo Leins bot rechts eine gute Leistung. Auf der linken Seite hatte Trainer Hoffmann umgestellt: Um für Geschwindigkeit über den Flügel zu sorgen, zog er Kevin Rees auf die Position des Außenverteidigers zurück. Dieser Zug ging auf. Die Gäste aus der Achalmstadt hingegen waren zwar über die gesamte Spielzeit bemüht, aber letztlich fehlte es im Angriff an der Durchlagskraft. Damit geht es für die SG im besten Fall noch in die Abstiegsrelegation.

TSV Dettingen/R.: Kermeniotes - Leins, Junger, Rees, Andreas Schnell, Herrmann, Michael Schnell, Waller (62. Vranic), Martin (57. Daniel Schnell), Quasthoff, Hoffmann (85. Lukas Widmann).

SG Reutlingen: Nägele - Koll, Röstel, Mojsich, Serio (64. Vollmer), Schäfer, Kvesic, Votteler-Veit (75. Taubmann), Groh, Radosevic (70. Locher), Heidt.

Tore: 1:0 Leins (62.), 2:0 Hoffmann (73.).

TSV Kiebingen gegen SSV Reutlingen II 2:2 (1:1)

Durch das gerechte Unentschieden hat der TSV den Klassenerhalt in eigener Hand. Mit einem Sieg beim abgestiegenen Schlusslicht TSV Undingen hätte Kiebingen ein weiteres Jahr seinen Platz in der Bezirksliga gebucht. Gegen den SSV II tat die Elf des scheidenden Trainers Marc Mikeler aber alles, um drei Zähler zu holen.

"Die ersten 20 Minuten haben wir ein richtiges Feuerwerk abgebrannt", sagte TSV-Abteilungsleiter Armin Schmid. Ein Tor war allerdings aufgrund der üppigen Gelegenheiten eine zu maue Ausbeute. Aufregung in Minute 16: SSV-Kapitän Dominik Biber klärte mit der Hand auf der eigenen Torlinie, doch die Pfeife des Unparteiischen Daniel Röbbeling (Stuttgart) blieb stumm und die Rote Karte in der Hose. Mit dem Ausgleich durch SSV-Torjäger Marcel Ziegler (45.) kam der Favorit etwas glücklich zurück ins Spiel. Und dieses stellte nach dem Seitenwechsel alle Facetten des viel zitierten Abstiegskampfes zur Schau: "Es war ein richtiges Kampfspiel", so Schmid. Beide Teams trafen noch einmal.

TSV Kiebingen: Geiger jun. - Aepfelbach, Kleinmann, Fabian Scholpp, Neu, Fridrich, Geiger sen. (60. Roman Scholpp), Schmid, Schönherr, Schachtschneider (90. Eberhardt), Hartmann (78. Frick).

SSV Reutlingen II: Durmaz - Amendola, Hoffmann (46. Mösinger), Genc, Biber, Avramidis, Waidmann, Ziegler, Morankic, Schneider, Lucic (46. Listaci).

Tore: 1:0 Fridrich (5.), 1:1 Ziegler (45.), 1:2 Scholpp (49. Eigentor), 2:2 Schachtschneider (70. Foulelfmeter).

TSG Tübingen II gegen TSV Wittlingen 2:0 (1:0)

Auch die TSG II hat den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt - am 32. und letzten Spieltag folgt das Endspiel bei der SG Reutlingen. Der Verlierer ist abgestiegen. Wie ein Absteiger agierte Tübingen gestern nie: Mit einigen Landesligaakteuren hatte die TSG mit den bereits abgestiegenen Wittlingern keine Probleme. "Wir müssen zur Halbzeit schon 3:0 oder 4:0 führen", sagte TSG-Abteilungsleiter Michael Welz, "vor allem läuferisch und kämpferisch waren wir klar überlegen."

Dabei laufen die Personalplanungen bei der TSG II trotz unklarer Spielklasse auf Hochtouren: Tomislav Tadic (46) wird Tim Hüfner als Trainer beim Tübinger Club ersetzen. "Wir hätten gerne mit Tim weitergemacht", erklärte Welz. Doch Hüfner habe Ambitionen eine höherklassige Mannschaft zu übernehmen. Neu-Trainer Tadic trainierte viele Jahre die TSG Reutlingen, zuletzt die A-Junioren von Croatia Reutlingen und den Bezirksligisten FC Hechingen. Ob Tadic noch in den Genuss kommt, Torjäger Bledian Hoxhaj zu trainieren, ist fraglich. Michael Welz bestätigte ein Probetraining des Angreifes bei Verbandsligist FC 07 Albstadt. "Was dabei raus kam, weiß ich aber nicht", so Welz.

TSG Tübingen II: Martin Milik - ArthurHanke (90. Zeh), Anthony Frick, Sebastian Milik, Luib, Divljak, Rauscher, Vllasalija, Bledian Hoxhaj (79. Granit Hoxhaj), Frey, Leibfahrt (83. Ulusan).

TSV Wittlingen: Pehl - Glocker, Mess, Stäbler, Bischoff, Heinrich, Yildiz, Maier, Reiff, Beck, Coconcelli.

Tore: 1:0 B. Hoxhaj (9.), 2:0 Vllasalija (58.).

Besonderes Vorkommnis: Pehl hält Foulelfmeter von B. Hoxhaj (78./TSG II).

TV Derendingen gege TSV Undingen 3:1 (1:1)

"Die Freude ist riesig", sagte TVD-Pressewart Helmut Thurner, der die Moral seiner Mannschaft lobte, die trotz der schweren Situation nie den Glauben an den Klassenerhalt verlor. Dies zeigte sich auch gestern: Mit dem 1:0 (30.), einem Kopfballtreffer von Alexander Rauscher, hatte der TVD die Partie im Griff. "Vielleicht war der Sieg ein Tor zu hoch", sagte Thurner, "weil die Undinger sich wirklich gut präsentiert haben."

TV Derendingen: Meissner - Philipp Braun, Wohnus, Klett, Geiger, Rauscher, Binder (70. Cuttaia), Schelle, Schäfer (70. Dürr), Arfaoui (79. Konzelmann), Felici.

TSV Undingen: Bacher - Mutschler, Alex Bez, Benjamin Bez, Berndt (79. Herrmann), Roggenstein, Reiff, Göbel, Sauer, Daniel Bächle, Ott (77. Dennis Bächle).

Tore: 1:0 Rauscher (30.), 1:1 A. Bez (41.), 2:1 D. Bächle (54., Eigentor), 3:1 Schelle (75.).

FC Engstingen gegen TSV Ofterdingen 0:4 (0:0)

Trotz einer deutlichen 0:4-Niederlage ist dem FC Engstingen der Klassenerhalt in der Bezirksliga nun auch rein rechnerisch nicht mehr zu nehmen. In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften eine Partie auf Augenhöhe. Beide Teams hatten ein, zwei gute Einschussmöglichkeiten, jedoch sollte vor der Pause kein Treffer fallen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff bekamen die Gäste aus Ofterdingen einen Foulelfmeter zugesprochen. TSV-Spieler Mario Naso trat an und setzte den Ball übers Tor(50.).

Dann kamen unglaublich starke sieben Minuten der Gäste, die eine 3:0-Führung und damit die Vorentscheidung in dieser Partie einbrachte.

Dabei reihte sich auch Elfmeterschütze Mario Naso in die Torschützenliste ein und machte seinen Fehlschuss vom Elfmeterpunkt wieder wett.

Den Schlusspunkt setzten die Gäste vom Steinlachtal in der 80. Minute mit dem 0:4 durch Laur.

FC Engstingen: Daniel Dötsch - Sven Vöhringer, Brazel (55. Dennis Dötsch), Rettschlag, Gutbrodt, Klemp, Baisch, Petijean, Werz (55. Kauffmann), Penkert, Modrow (46.Gotthardt).

TSV Ofterdingen: Keller - Schwabe, Dürr, Dehner, Sautter (83. Koll), Naso, Gyssler, Grober, Laur (81. Class), Toninger, Traub (85. Flad).

Tore: 0:1, 0:2 Naso (65., 70.), 0:3 Traub (73.), 0:4 Laur (80.).

Besonderes Vorkommnis: Naso (47./TSV) schießt Foulelfmeter über das Tor.

Hier geht es zur Bezirksliga-Tabelle.