WFV-Pokal Wer fällt der Rotation heute zum Opfer?

Marcel Avdic will heute mit dem Oberligisten SSV Reutlingen Fußball die Pflichthürde in Rottweil überspringen. Der stark gestartete Fünftligist ist beim schwachen Siebtligisten eindeutiger Favorit.
Marcel Avdic will heute mit dem Oberligisten SSV Reutlingen Fußball die Pflichthürde in Rottweil überspringen. Der stark gestartete Fünftligist ist beim schwachen Siebtligisten eindeutiger Favorit. © Foto: Eibner
Pokal / Wolfgang Gattiker 12.09.2018

In  der dritten Runde des WFV-Pokals  gastiert Oberligist SSV Reutlingen Fußball am heutigen Mittwoch um 18 Uhr beim Landesligisten FV Rottweil. Der Aufsteiger hat jetzt den 13. Platz mit  drei Punkten und 7:16 Toren in der siebthöchsten Spielklasse inne, musste am Sonntag ein 1:8-Desaster gegen den FC Holzhausen (vier Tore des ehemaligen Ulmers und Reutlingers Janik Michel) hinnehmen.

FV-08-Trainer Uli Fischer  beklagt das Fehlen von sechs Spielern wegen Urlaub und einer Sperre. Kevin Garcia erzielte das Ehrentor für die Rottweiler. Vor Jahren gewann der SSV Reutlingen in Rottweil im WFV-Pokal auch haushoch mit 8:0. Diesmal sind die fünftklassigen Gäste abermals klarer Favorit. An eine Sensation glaubt in der ältesten Stadt Baden-Württembergs keiner.

27-Mann-Kader: Alle wollen spielen

SSV-Trainer Teodor Rus wird wieder rotieren. Pierre Eiberger hat seine Meinung dazu: „Diesmal bin ich dran, das geht in Ordnung. Wir haben am Samstag wieder ein Oberliga-Punktspiel in Spielberg, daher sollen in Rottweil mal andere ran, das ist okay.”

Teodor Rus betont, dass es einige Akteure trifft, daher sitzen mehrere auf der Bank oder Tribüne. Man habe 27 Mann, alle wollen spielen und zeigen, dass sie ins Team gehören.

Der Reutlinger Trainer spricht Klartext: „Wir müssen heute in Rottweil einfach gewinnen, da gibt es kein wenn und aber. Wir nehmen den siebtklassigen FV 08 wie jeden Gegner ernst. Wir sollten freilich ein frühes Tor erzielen – Holzhausen hatte nach fünf Minuten schon zwei erzielt – , dann können wir  befreit aufspielen.”

In den beiden bisherigen Pokalspielen gab es zwei Reutlinger 7:0-Siege in Trossingen und beim SSC Tübingen (fünf Giles-Tore). Tim Schwaiger, der gegen den FC Villingen sein siebtes Oberligator erzielte, wird heute fehlen (Verhärtung, der Muskel machte zu), doch der SSV hat ein Überangebot.

Bei einem Sieg muss man im Achtelfinale beim Landesligisten TSV Crailsheim (die „Horaffen“ warfen Oberligist TSV Ilshofen raus) antreten  und hat Chancen, auch dort weiterzukommen. Für Gökhan Gümüssu steht fest: „Wir spielen um einen Pokal, den wollen wir im Mai 2019 auch holen.” Optimismus ist angebracht. Die Frage ist nur, wer der Rotation zum Opfer fällt.

Giuseppe Ricciardi als stetiger Mahner

SSV-Sportdirektor Giuseppe Ricciardi warnt trotz klarer Favoritenstellung seiner Truppe in Rottweil: „Wir haben zuletzt  ab und zu schlampig gespielt. Immerhin präsentieren wir uns nach der Pause gegen den FC Villingen gut. Aber auch im WFV-Pokal führen Erfolge nur über den Mannschaftsgeist, der hervorragend ist. Da brennen die Spieler auf der Bank, bieten sich an. Genau so muss es sein.“ Der breite Kader von 27 Akteuren (nur Niang und Schramm fehlen, Schmitt war krank) würde sich auszahlen, laut Ricciardi benötige der SSV Reutlingen Fußball jeden Spieler.

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