Fußball Vorne Chancen vergeben, hinten zu viel Raum gewährt

Rutesheims Salvatore Catanzano (hinten) machte dem VfL zu schaffen. Hier duelliert sich Tobias Hauser mit dem Stürmer.
Rutesheims Salvatore Catanzano (hinten) machte dem VfL zu schaffen. Hier duelliert sich Tobias Hauser mit dem Stürmer. © Foto: Grundler
Pfullingen / Alexander Mareis 06.09.2018

Endstation dritte Runde: Fußball-Landesligist VfL Pfullingen ist gestern Abend aus dem WFV-Pokal ausgeschieden. Das 1:3 gegen Verbandsligist SKV Rutesheim darf allerdings in die Kategorie unnötig eingeordnet werden. „Wir waren hinten nicht nahe genug an den SKV-Stürmern dran, haben im Aufbauspiel zu schnell den Ball verloren, brachten keine Struktur ins Spiel und konnten unseren Plan nicht durchziehen“, hatte VfL-Trainer Michael Konietzny rasch die Gründe für die Heimniederlage vor 150 Zuschauern gefunden.  Dabei hatte alles vielversprechend begonnen. Kein Rutesheimer hätte sich beschweren dürfen, wenn die Echaztäler mit einem Zwei-Tore-Polster in die Pause gegangen wären. Schon in der 9. Minute hatte Lukas Linder das 1:0 auf dem Fuß, fand aber in SKV-Keeper Dennis Mangold seinen Meister.  Nur drei Minuten später aber die Führung, als Patrick Lehmann vollkommen frei­stehend eine Flanke von Lukas Früh aus neun Metern einschob. Großchancen zum 2:0 oder gar 3:0 wurden in den Sand gesetzt. Torschütze Lehmann, der nach einem eklatanten Fehlpass der Gäste allein vor Mangold stand, zögerte und schoss den Keeper aus 16 Metern an (32.). Nur ein Schüsschen brachte Dominik Biber aus sechs Metern in der 39. Minute zustande, als es nach einer scharfen Rechtsflanke im Gästestrafraum lichterloh brannte und der Rutesheimer Schlussmann mit einem Reflex klärte. Statt wenigstens 2:0 stand es plötzlich 1:1: Gianluca Crepaldi zog aus 17 Metern halbrechts beherzt ab, VfL-Keeper Tim Becker konnte nur abklatschen und Salvatore Catanzano staubte aus fünf Metern zum Ausgleich (45.) ab.

Offenbar ein Wirkungstreffer, denn nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die zuvor nicht überzeugenden Verbandsligakicker plötzlich hellwach und brandgefährlich: Bevor erneut Salvatore Catanzano mit einem gefühlvollen Heber das 1:2 (53.) markierte, hatte er schon zwei Mal hauchdünn einen Treffer verpasst. Der VfL versuchte alles, brachte aber keine Struktur mehr ins insgesamt ohnehin hektische, ungeordnete Spiel. Stattdessen machte Rutesheim in der 90. Minute durch Gianluca Crepaldis 17-Meter-Schuss gegen inzwischen dezimierte Hausheren (Tiryaki-Zeeb hatte gelb-rot gesehen) alles klar.

VfL Pfullingen: Becker - Biber, L. Früh, Hauser, Linder, Lehmann, Schall (66. Tiryaki-Zeeb), Kynast (79. Haag), Gaiser (80. Chatzimalousis), Steiner, Karasalihovic (66. Dünkel).

Gelb-rot: Tiryaki-Zeeb (86. Minute).

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