Zimmern / Matthias Jedele  Uhr

Schon Minuten vor dem Ende sangen die gut 100 mitgereisten Pfullinger Fans: „Landesliga-Meister, Landesliga-Meister, Landesliga-Meister, VFL!“ So fieberten sie dem Abpfiff entgegen. Über die gesamten 90 Minuten betrachtet war es jedoch ein hartes Stück Arbeit, bis der 3:1-Sieg und der damit verbundene Meistertitel eingetütet war. „Wir hatten anfangs viel zu wenig Tempo nach vorne, das wurde erst nach dem Ausgleichstreffer von uns besser“, monierte Pfullingens Cheftrainer Michael Konietzny.

Schwacher Beginn

In der Tat war der angereiste Tabellenführer in den ersten 38 Minuten äußerst planlos. Es wurde zwar immer wieder versucht, mit langen Bällen ein Loch in die SVZ-Abwehr zu bohren, doch meistens war dann vor dem Strafraum der Hausherren Endstation.  Erschwerend kam hinzu, dass Christian Braun mit seinem 22. Saisontor den SVZ nach einer knappen halben Stunde in Führung brachte, als er nach einem Pfullinger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung einen schnell vorgetragenen Konter per Kopf sehenswert abschloss (26.).

Die Gäste schüttelten sich kurz, besannen sich fortan auf ihre Stärken und spielten diese dann auch gnadenlos aus. Beim Ausgleich ging es für Zimmern viel zu schnell. Ballgewinn in der Pfullinger Hälfte. Mittelfeldüberbrückung über drei Stationen. Matthias Dünkel kann von drei Abwehrspielern nicht gestoppt werden und bedient den gut postierten Lukas Linder, der  mit dem Außenrist ins lange Eck trifft.

Im zweiten Spielabschnitt gaben die Gäste dann ganz klar den Ton an. Die Belohnung dafür folgte nach einer guten Stunde Spielzeit. Kevin Haussmann sah am langen Pfosten Lukas Linder, bediente diesen mit einer gefühlvollen Flanke und dessen Kopfball brachte das verdiente 1:2 (63.). Auch der dritte Pfullinger Treffer ging, nach toller Vorarbeit von Matthias Dünkel, auf das Konto von Lukas Linder, der in bester Torjägermanier in einen Gassenball rutschte und somit für die Entscheidung sorgte (73.). Zimmern versuchte in der Schlussphase nochmals alles, doch spätestens bei VfL-Schlussmann Tim Becker war Endstation. „Heute war es der unbedingte Wille und die nötige Konzentration, um aufzusteigen“, machte Lukas Linder, den Unterschied aus.

So spielten sie

SV Zimmern gegen
VfL Pfullingen

1:3

SV Zimmern: Fast, Eisele, Vogel, Luca, Braun, Bauer, Fabio, Weinmann, Schmid (21. Müller), Thieringer, Schrankenmüller.
VfL Pfullingen: Becker, Wagner, Gaiser, Chatzimalousis, Lehmann, Yilmaz, Schall, Dünkel (89. Hauser), Linder (78. Tiryaki-Zeeb), Haussmann (77. L. Früh), D. Früh (72. Schneider).
Tore: 1:0 Braun (26.), 1:1 Linder (39.), 1:2 Linder (61.), 1:3 Linder (75.).
Zuschauer: 400