Trainer Job: Um zu gewinnen muss alles passen

LEOPOLD FREUDEMANN 26.09.2014
TusSies-Trainer Alexander Job glaubt im Heimspiel am Samstag gegen Topfavorit HC Leipzig an eine Siegchance. Wie das gehen könnte fragten wir ihn.

Herr Job, in diesem Spiel ist die Favoritenrolle wohl klar verteilt, oder?

ALEXANDER JOB: Da gibt es keinen Zweifel. Wir spielen ja gegen den Deutschen Pokalsieger und aktuellen Champions League-Teilnehmer.

Was muss passieren, damit die TusSies die Sensation schaffen können?

JOB: Es muss in unserem Spiel alles komplett passen. Jede Spielerin sollte ihr Leistungsvermögen abrufen können.

Wie könnte das im einzelnen denn aussehen?

JOB: Die Abwehr samt Torhüterin muss sehr gut stehen. Im Gegenstoß sollten wir zu Toren kommen und im Positionsangriff sind einfach gute Lösungen gefragt.

Um diese Vorgaben zu erfüllen, könnte vielleicht die Nervenstärke eine wichtige Rolle spielen?

JOB: Wenn Sie mich auf den Druck auf die Mannschaft ansprechen, muss ich sagen, wir haben keinen Druck. Ich habe den Spielerinnen gesagt, wir können solch ein Spiel gewinnen, müssen aber nicht.

Der morgige Gegner hat Top-Spielerinnen in seinen Reihen. Sie auszuschalten dürfte schwer sein, oder?

JOB: Das kann man so sagen. Wenn ich im Rückraum die Nationalspielerinnen Karolina Kudlac oder Maura Visser sehe, oder am Kreis Anne Müller und Luisa Schulze. Das ist schon richtig gute Qualität.

Und im Tor steht ja mit Katja Schülke die Nummer eins der Deutschen Nationalmannschaft.

JOB: Klar. Sie wird vielleicht viele Chancen zunichte machen. Ich hoffe nur für uns, nicht zu viele.

Sie haben immer wieder mal gesagt, die TuS könne ein sehr hohes Tempo gehen. Könnte das der Schlüssel zum Erfolg sein?

JOB: Ich glaube, dass wir in diesem Punkt mit dem HCL ebenbürtig sind. Da können wir sicher mithalten.

Können Sie überhaupt mit der stärksten Formation antreten?

JOB: Nicht ganz. Barbara Leibssle-Balogh hat Rückenprobleme und konnte bis Mittwoch nicht trainieren, ihr Einsatz ist fraglich. Patricia Stefani und Cassandra Engel waren zuletzt beruflich sehr eingespannt.